Rekorddividende: Dürr verneunfacht Jahresüberschuss

Rekorddividende
Dürr verneunfacht Jahresüberschuss

Der Maschinenbauer hat mit Lackieranlagen, Reinigungstechnik und Auswuchtmaschinen ein Rekordergebnis eingefahren. Nicht nur die Aktionäre sondern auch die Mitarbeiter profitieren. Dürr zahlt eine Erfolgsbeteiligung.
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StuttgartFür das Rekordjahr 2011 will der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr seinen Anteilseignern die bisher höchste Dividende ausschütten. Der vor allem für die Autoindustrie tätige Konzern kündigte am Dienstag in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart an, mit 1,20 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr viermal so viel Dividende wie für das Vorjahr zahlen zu wollen.

Dürr profitierte vor allem in China und anderen Schwellenländern von der guten Nachfrage der Autobauer nach neuen Lackieranlagen, Reinigungstechnik und Auswuchtmaschinen. Der Umsatz kletterte um 52 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro, der Auftragseingang sprang sogar um 64 Prozent auf die Höchstmarke von 2,68 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss verneunfachte sich dank geringerer Finanzierungskosten auf 64,3 Millionen Euro.

An die Tarifbeschäftigten in Deutschland will Dürr daher eine Erfolgsbeteiligung in Höhe von 1500 Euro je Mitarbeiter auszahlen. Knapp 50 Prozent der rund 6800 Beschäftigten von Dürr sind in Deutschland angestellt. 2011 stockte Dürr die Belegschaft um knapp 800 Stellen auf, im laufenden Jahr soll die Mitarbeiterzahl um weitere 300 Menschen wachsen.

Die starke Nachfrage habe sich in den ersten Wochen dieses Jahres fortgesetzt, teilte der vom früheren Bahn-Chef Heinz Dürr und seiner Familie kontrollierte Maschinenbauer mit. Es sei von einem anhaltend positiven Marktumfeld auszugehen, da das Wachstum der Autobauer in Nordamerika die schwächere Nachfrage in Westeuropa ausgleiche. Der Auftragsboom werde sich etwas abschwächen, 2012 sei mit einem Bestelleingang von mehr als zwei Milliarden Euro zu rechnen. Der Umsatz werde um mindestens fünf Prozent zulegen und damit auf mehr zwei Milliarden Euro wachsen. Die operative Marge (vor Steuern und Zinsen) soll von 5,5 Prozent im vergangenen Jahr um bis zu einen halben Prozentpunkt zulegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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