Rekordgewinn 2006
Edeluhren bereichern Swatch

Der Schweizer Uhren- und Schmuckkonzern Swatch hat im vergangenen Jahr glänzend verdient. Nie zuvor hat das Unternehmen mehr Gewinn erwirtschaftet. Darüber dürfen sich auch die Aktionäre freuen.

HB ZÜRICH. Der Konzerngewinn kletterte im vergangenen Jahr um 33,7 Prozent auf 830 Mill. Schweizer Franken (517 Mill. Euro) und lag damit klar über den Markterwartungen. Der Betriebsgewinn stieg von 735 auf 973 Mill. sfr. Die operative Marge verbesserte sich damit von 17,1 auf 20,2 Prozent, wie Swatch am Montag bekannt gab.

Die ersten Monate zeigten einen anhaltenden starken Trend in allen Bereichen des Segmentes Uhren & Schmuck sowie im Produktionsbereich, teilte Swatch weiter mit. Dabei spiele dem weltgrößten Uhrmacher auch die aktuelle Währungslage in die Hände: „Der positive Effekt des starken Euro wiegt die Nachteile des relativ schwachen US-Dollars mehr als auf“, teilte Swatch mit.

Bereits Ende Januar hatte Swatch für 2006 einen um rund 12 Prozent gestiegenen Rekordumsatz von 5,05 Mrd. sfr vermeldet. Am besten verkauften sich Zeitmesser der Edelmarken Breguet, Blancpain, Glashütte und Omega. Aber auch im oberen und mittleren Preissegment konnte Swatch mit Verkaufszahlen für Longines, Rado, Tissot und Calvin Klein glänzen.

Im Kernbereich Uhren & Schmuck lag das Wachstum im abgelaufenen Jahr bei 13,8 Prozent. Alle Marken aller Preiskategorien trugen den Angaben zufolge dazu bei. Die Marge stieg von 19,1 auf 19,8 Prozent. Der höhere Goldpreis sowie die ab April 2006 in China geltende Luxussteuer konnten teilweise durch leichte Preiserhöhungen und Volumensteigerungen ausgeglichen werden. Richtig greifen sollen die Preiserhöhungen aber erst im laufenden Jahr.

Im Bereich Produktion kletterte der Umsatz um 6,8 Prozent dank eines vorteilhafteren Produktmix sowie einer erhöhten Nachfrage nach Uhrwerken und Komponenten insbesondere der höheren Preiskategorien. Die operative Marge stieg unerwartet stark auf 11 Prozent. „Die Margenverbesserung hier ist der wichtigste positive Faktor“, sagte ein Analyst.

Eine bessere Einschätzung des Jahres 2007 werde nach der Uhren- und Schmuckmesse Basel World möglich sein, teilte Swatch mit, das gehe aber schon jetzt von einem „sehr vielversprechenden Jahr aus.“ Die Gruppe rechne mit einem weiteren Umsatzzuwachs sowie einer damit verbundenen Steigerung der Profitabilität. „Der Ausblick ist stark“, kommentierte Kepler-Analyst Jon Cox. Vor allem die Zahlen im Bereich Produktion seien überraschend gut gewesen.

Die Dividende soll von 2,50 auf 3,50 sfr je Aktie erhöht werden. Es soll ein neues Aktienrückkaufprogramm von 400 Mill. sfr aufgelegt werden, nachdem das alte im Umfang von 300 Mill. sfr abgeschlossen worden war.

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