Rekordgewinn
Norddeutsche: „Der Deal wird laufen“

Nach der Vorlage glänzender Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2006/07 sieht sich die Norddeutsche Affinerie für die Übernahme des belgischen Konkurrenten Cumerio gut gewappnet. Zudem erwartet NA-Chef Werner Marnette grünes Licht aus Brüssel – und betrachtet auch eine weitere Hürde als überwunden.

HB HAMBURG. „Wir sind damit hervorragend gerüstet für die Übernahme von Cumerio, die wir wie geplant bis Jahresende abschließen wollen“, sagte NA-Chef Werner Marnette am Dienstag bei Bekanntgabe der jüngsten Zahlen in Hamburg. Anfang August habe die Affinerie, die sich 2006/07 im besten Geschäftsjahr ihrer Konzerngeschichte sieht, bereits mehr als 17 Prozent der Stimmrechte an Cumerio gehalten. .

Er warb erneut für den auch von Cumerio befürworteten Zusammenschluss: „Die Kombination von NA und Cumerio ist die beste Lösung für Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter beider Unternehmen und verfügt über eine herausragende industrielle Logik.“ NA liefert sich mit dem österreichischen Industriellen Mirko Kovats einen Machtkampf um die Vorherrschaft in der europäischen Kupferindustrie. Kovats hält eine Sperrminorität an der von NA umworbenen Cumerio und ist zugleich mit 15 Prozent Großaktionär der Norddeutschen Affinerie.

Und diese präsentierte auch für ihr drittes Geschäftsquartal 2006/07 glänzende Zahlen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg von April bis Juni um 43 Prozent auf 43 Mill. Euro auf. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 41 Mill. Euro gerechnet. Bei einem auf 1,7 (Vorjahr: 1,6) Mrd. Euro gestiegenen Umsatz kletterte der Überschuss von Europas Nummer eins der Branche binnen Jahresfrist um 44 Prozent auf 23 Mill. - exakt so viel wie von Experten erwartet.

Für das im September endende Geschäftsjahr 2006/07 stellte Marnette einen Rekordgewinn in Aussicht. Nach Ablauf von drei Quartalen sei bereits erkennbar, dass die NA das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielen werde. Die Nachfrage nach Kupfer werde voraussichtlich hoch bleiben, gleichwohl dämpfte der NA-Chef für 2007/2008 bereits die Erwartungen. Bezogen auf den Konzern in seiner aktuellen Struktur, also ohne die Auswirkungen der Cumerio-Übernahme, erwarte die NA zwar erneut ein gutes Ergebnis. Das hohe Niveau des noch laufenden Geschäftsjahres werde aber nur schwer zu erreichen sein.

Marnette rechnet nicht mehr mit einer Blockade der Übernahme durch den österreichischen Industriellen Mirko Kovats. Er sei optimistisch, eine einvernehmliche Lösung mit Kovats zu finden, sagte Marnette der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag in Hamburg. „Wir führen konstruktive Gespräche.“ Marnette äußerte die Überzeugung, „dass der Deal laufen wird“. Kovats solle entsprechend seiner Beteiligung im Aufsichtsrat der NA vertreten sein.

Die NA liefert sich mit Kovats, dem Chef und Mehrheitseigner der österreichischen Industrieholding A-Tec, einen Machtkampf um die Vorherrschaft in der europäischen Kupferindustrie. Kovats hält eine Sperrminorität von 25 Prozent an der von der NA umworbenen Cumerio und ist zugleich mit 15 Prozent Großaktionär der NA.

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