Rekordjagd am Ölmarkt
Strompreise für Industriekunden klettern wieder

Nach einer kurzen Verschnaufpause müssen Industriekunden wieder deutlich höhere Strompreise verkraften. Seit Mitte Mai sind die Notierungen im Großhandel, die auf die Verträge der Industrie durchschlagen, um über 20 Prozent gestiegen.

DÜSSELDORF. In den vergangenen Tagen hat der Höhenflug des Ölpreises dem Strommarkt noch einen zusätzlichen Impuls gegeben.

Mit einer Trendwende ist dabei nicht zu rechnen: „Die Preise ziehen wieder deutlich an und werden sicher noch weiter klettern“, sagt Alfred Richmann, Geschäftsführer des Verbands der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), der die Großkunden vertritt. Der Verband rechnet für Industrie und Gewerbe in diesem Jahr mit einer zusätzlichen Belastung bei den Stromkosten von über drei Mrd. Euro. Die dramatische Entwicklung dürfte den Streit zwischen den Kunden und den Stromproduzenten um die Hintergründe der Preisbildung wieder verschärfen.

Am Terminmarkt der Leipziger Strombörse EEX kostete eine Megawattstunde Strom zur Lieferung im kommenden Jahr gestern knapp 58 Euro – zehn Euro mehr als noch Anfang Mai und nur knapp zwei Euro weniger als der bisherige Rekordwert Mitte April. Damit ist die kurze Phase der Entspannung schon wieder vorüber – und auch die Hoffnung auf eine grundsätzliche Trendwende. Anfang Mai waren die Notierungen im Stromgroßhandel zwischenzeitlich gesunken, nachdem zuvor die Preise im Emissionshandel, einem der wesentlichen Kostenfaktoren bei der Stromproduktion, eingebrochen waren.

Für die Industrie ist die Entwicklung an der EEX von entscheidender Bedeutung. Zwar handeln nur wenige Unternehmen direkt an der Börse, die meisten schließen mit ihren Versorgern bilateral langfristige Verträge. In neuen Verträgen wird der Börsenpreis in der Regel aber als Referenzwert herangezogen.

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