Rekordtief bei Autoabsatz: Opel trotzt dem Abwärtstrend

Rekordtief bei Autoabsatz
Opel trotzt dem Abwärtstrend

Die Autohändler in Europa plagen immer größere Sorgen. Während es vor allem Franzosen und Italiener hart trifft, steigt der Absatz in Großbritannien. Auch bei einem deutschen Dauerpatienten deutet sich Besserung an.
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Brüssel/FrankfurtDer europäische Automarkt bricht einen Rekord nach dem anderen - im negativen Sinn: Im Januar sind so wenig Autos verkauft worden wie noch nie in diesem Monat. Wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag mitteilte, sank die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge um 8,7 Prozent auf 885.159. Das war der niedrigste Stand in einem Januar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990. Auf dem größten Markt Deutschland sackten die Verkäufe um 8,6 Prozent auf rund 192.000 neu zugelassene Fahrzeuge ab.

Es gibt aber auch eine positive Überraschung: Der kriselnde Autobauer Opel legte bei den Neuzulassungen um fast 5 Prozent zu. Zusammen mit der Schwestermarke Vauxhall überholte Opel sogar die ebenfalls angeschlagene französische Konkurrenz von Peugeot und Renault. Deren Kernmarken verloren zweistellig und landeten mit gut 55.900 Autos (Renault), beziehungsweise gut 54.800 Wagen (Peugeot) hinter Opel mit gut 58.600 Autos.

Mit neuen Modellen wie der kleinen Geländelimousine Mokka oder dem Stadtauto Adam will Opel 2013 seinen Anteil auf dem schrumpfenden europäischen Markt zumindest stabilisieren. Allein für den Mokka gibt es laut Unternehmen schon mehr als 80.000 Vorbestellungen. Im Januar stieg der Marktanteil von 5,8 auf 6,6 Prozent.

Mit weitem Abstand bleibt VW der größte Hersteller - auch wenn dessen Kernmarke Volkswagen im Januar ähnlich stark verlor wie Renault und Peugeot. Mit gut 108.700 Wagen verkauften die Wolfsburger in der EU aber fast doppelt so viele Autos wie die schärfsten Rivalen. Nimmt man alle Töchter mit ins Boot, stammte jeder vierte neu zugelassene Personenwagen aus dem Konzern.

Im Gegensatz zur VW-Tochter Audi, deren Absatz um knapp 2 Prozent schrumpfte, legten die anderen deutschen Oberklasse-Hersteller im Januar zu: BMW brachte knapp 7 Prozent mehr Autos auf die Straße, der Rivale Daimler legte um fast 4 Prozent zu. Bei beiden Konzernen konnten vor allem die Kernmarken BMW und Mercedes-Benz deutlich hinzugewinnen. Dagegen verloren die Marken Mini und Smart Käufer.

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