Rekordumsatz
Für Carl Zeiss hört der Chip-Boom noch lange nicht auf

Das Geschäft mit Handys, Laptops und Unterhaltungselektronik brummt weltweit, sehr zur Freude des schwäbischen Technologiekonzerns Carl Zeiss. Der liefert Fertigungs- und Prüftechnik für Chipfabriken - und rechnet nicht mit einem baldigen Ende des Auftragsbooms. Für das laufende Jahr erwartet Zeiss einen neuen Rekordumsatz.
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HB STUTTGART. Mit prall gefüllten Auftragsbüchern steuert der Technologiekonzern Carl Zeiss nach dem jüngsten Rekordjahr neue Bestmarken an. Vor allem der Boom bei Halbleitern lässt den exportabhängigen Konzern frohlocken.

"Die Elektronik-Märkte sind bei weitem noch nicht gesättigt", sagte der zum Jahresende ausscheidende Zeiss-Chef Dieter Kurz am Donnerstag in Stuttgart. "Wir sind in keinster Weise in Sorge, dass das Wachstum aufhört." Kurz stand neun Jahren an der Zeiss-Spitze.

Seinem Nachfolger, Finanzchef Michael Kaschke, hinterlässt er ein weitgehend bestelltes Haus: Bereits ein Jahr nach den Einbußen durch die Wirtschaftskrise verbuchte Zeiss in der am 30. September beendeten Finanzperiode 2009/10 schon wieder einen Rekordumsatz von knapp drei Milliarden Euro und mit 208 Millionen Euro den bisher höchsten Reingewinn. An die Mitarbeiter gehen 17 Millionen Euro Gewinnbeteiligung.

Der im schwäbischen Oberkochen ansässige Konzern ist vor allem für Mikroskope, Brillengläser und Kameraobjektive bekannt, den Großteil des Umsatzes liefert jedoch Fertigungs- und Prüftechnik für Chipfabriken. Zeiss ist hier der weltweit führende Ausrüster für die boomende Branche, die angesichts der rasanten Nachfrage nach Mobiltelefonen, tragbaren Computern und Unterhaltungselektronik mit der Produktion kaum nachkommt. Strategischer Partner ist der niederländische Chipausrüster ASML.

Der Umsatz mit Halbleitertechnik verdreifachte sich 2009/10 auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Für weiteres Wachstum werde unter anderem der zunehmende Einsatz von Mikrochips in Autos sorgen, so Zeiss-Chef Kurz.

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