Rekordzahlen erwartet
Porsche setzt Hoffnungen auf Cayman

Porsche hat hehre Ziele: Im kommenden Geschäftsjahr wollen die Zuffenhausener 15 000 ihrer neuen Cayman-Sportwagen verkaufen. Doch auch ohne das Modell, das erst im Juli herauskommt, läuft das Geschäft gut. Porsche peilt im laufenden Geschäftsjahr Bestmarken bei Umsatz, Absatz und Gewinn an.

HB KÖNIGSTEIN. Die Ziele gab Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Montagabend in Königstein bei Frankfurt am Main vor. Dort stellte er die schwächere Version des Cayman mit 245 PS vor; der teurere Cayman S hat 295 PS. Das neue Mittelmotor-Coupé sei nicht der einzige Sportwagen, „der den Verkaufzahlen weiter Vorschub geben wird.“

Wiedeking bekräftigte, dass der Autobauer im Ende Juli zu Ende gehenden Geschäftsjahr neue Bestmarken bei Umsatz, Absatz und Ergebnis einfahren werde. „Wir erwarten weitere Zuwächse und ein sehr hohes Ertragsniveau.“ Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Porsche einen Rekordgewinn von 1,238 Mrd. Euro eingefahren.

In den ersten zehn Monaten des laufenden Geschäftsjahres steigerte das Unternehmen den Absatz um 14,2 Prozent auf 79 564 Fahrzeuge. Der Umsatz legte um 15,3 Prozent zu. Im Gesamtjahr peilt Porsche die Marke von 90 000 Fahrzeugen an. Wiedeking sagte jedoch: „Bei uns geht Rendite vor Marktanteil.“ Es komme nicht darauf an, ob in diesem oder im nächsten Geschäftsjahr beim Absatz die Hürde von 100 000 verkauften Autos geknackt werde.

Sicherung von Arbeitsplätzen bei Porsche und VW

Der Porsche-Chef erklärte, der nächste große Sprung nach vorne bei den Verkaufzahlen werde durch die vierte Baureihe, den Panamera, in drei Jahren erwartet. Von 2009 an sollten mindestens 20 000 Stück des viertürigen Sportwagens verkauft werden. „Sollten es ein paar Fahrzeuge mehr werden, sind wir darauf vorbereitet.“ Mit dem neuen Auto werde die Modellpalette von Porsche auf eine noch breitere Basis gestellt. „Das Unternehmen wird dadurch noch robuster gegenüber Schwankungen auf den internationalen Absatzmärkten.“ Die vierte Baureihe wird in Zukunft in Leipzig gebaut; die lackierte Karosserie liefert Volkswagen.

Wiedeking verwies darauf, dass durch das neue Fahrzeug bei Porsche in Leipzig 600 neue Stellen geschaffen werden. Und 500 Arbeitsplätze würden im Volkswagen-Werk in Hannover gesichert. Porsche ist der größte Einzelaktionär bei dem Wolfsburger Autobauer.

Cayman soll jüngere Kunden ansprechen

Der neue Cayman kommt am 29. Juli in Europa, den USA und im Mittleren Osten auf den Markt. In Asien, Lateinamerika und allen anderen Regionen ist Verkaufsstart am 2. September. Das neue Mittelmotor-Coupé soll nach den Worten von Wiedeking vor allem eine jüngere Käuferschicht ansprechen. Die Modelloffensive sei in diesem Kalenderjahr aber noch nicht vorbei. Für Herbst kündigte der Vorstandschef eine Neuvorstellung an. Genauere Angaben machte er aber nicht.

Zum rückläufigen Absatz des sportlichen Geländewagens Cayenne (in zehn Monaten minus 16,3 Prozent) meinte der Porsche-Chef, dass dies im vierten Produktionsjahr normal sei – man liege voll in der Planung. Es komme darauf an, die Modellzyklen der einzelnen Baureihen eng zu verzahnen, um weiter ein gutes Ergebnis halten zu können. Außerdem verkaufe sich der Cayenne in aufstrebenden Märkten wie China oder Russland weiterhin sehr gut. Dort werde das Wachstum lediglich durch den noch zu erfolgenden Aufbau weiterer Porschezentren gebremst. In China wird Porsche den Absatz im laufenden Geschäftsjahr von 500 auf 1 200 Autos mehr als verdoppeln.

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