Relaunch von „Boss Woman“ zeigt Wirkung
Hugo Boss trotzt Modeflaute

Der schwäbische Modekonzern Hugo Boss hat in der ersten Jahreshälfte 2003 seinen Gewinn trotz flauer Umsätze gesteigert und sieht seine Erwartungen für das Gesamtjahr bestätigt.

Reuters METZINGEN. Das Nettoergebnis sei in den ersten sechs Monaten um sechs Prozent auf 37,3 Mill. € gestiegen, vor Steuern habe der Gewinn um 32 % auf 50,4 Mill. € zugelegt. Dagegen verzeichnete Boss im zweiten Quartal den saisonüblichen Verlust von 6,6 (2002: minus 17,5) Mill. € nach Steuern, er fiel jedoch geringer aus als vor einem Jahr. Mit einem - abgesehen von Währungseffekten - stabilen Konzernumsatz habe sich Boss dem anhaltenden Abwärtstrend im Markt für gehobene Herrenbekleidung widersetzt, sagte Vorstandschef Bruno Sälzer.

Inklusive aller Umrechnungseffekte sank der Konzernumsatz wie schon im ersten Quartal um fünf Prozent auf 507,8 Mill. €, ohne die Währungseinflüsse wäre er nach Firmenangaben um 0,5 % auf 538 Mill. € gestiegen. In Deutschland, dem für Boss weiterhin größten Markt, sank der Umsatz um acht Prozent, in USA stieg er in Dollar gerechnet um ein Prozent. Die in der Branche viel beachtete Rohertragsmarge ging auf 52 % von 53 % vor einem Jahr zurück.

Durch die Entwicklung des ersten Halbjahres sehe sich der Vorstand in seiner Prognose für 2003 bestätigt, teilte Boss mit. Wechselkursbereinigt soll der Konzernumsatz in diesem Jahr das Vorjahresniveau von 1,093 Mrd. € wieder erreichen. Der Jahresüberschuss soll um 10 % auf rund 82 Mill. € steigen.

Die defizitäre Damen-Sparte „Boss Woman“ legte in den ersten sechs Monaten im Umsatz um 35 % auf 22 Mill. € zu. Sälzer bezeichnete den „Relaunch“ der Modelinie als erfolgreich. „Damit bleibt weiterhin unser wichtigstes Ziel für 2003 in greifbarer Nähe, mit Boss Woman in der zweiten Jahreshälfte den Break-even zu erreichen“, schrieb er in einem Aktionärsbrief. Boss peilt für die Sparte 2003 eine Reduzierung des Verlustes auf fünf bis neun (2002: 18) Mill. € an.

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