Renault

Autobauer will bei Abgastechnik nachbessern

Eine Manipulationssoftware will Renault zwar nicht eingesetzt haben. Der Autobauer hat aber zugegeben, dass bei seinen Fahrzeugen falsche Angaben zum Stickoxid-Ausstoß vorkommen können. Nun wollen die Franzosen nachbessern.
Auch ohne gezielte Manipulation entsprechen die im Testverfahren ermittelten Emissionswerte vielfach nicht dem tatsächlichen Schadstoffausstoß im Straßenverkehr. Quelle: AFP
Falsche Werte

Auch ohne gezielte Manipulation entsprechen die im Testverfahren ermittelten Emissionswerte vielfach nicht dem tatsächlichen Schadstoffausstoß im Straßenverkehr.

(Foto: AFP)

ParisIn Reaktion auf den VW-Abgasskandal will der französische Automobilkonzern Renault verstärkt in die Verbesserung der Abgastechnologie investieren. Renault kündigte am Donnerstag an, jährlich 50 Millionen Euro zu investieren, um die Lücke zwischen den Emissionen im Normalbetrieb und den im Testbetrieb ermittelten Werten zu reduzieren. Der Autohersteller gab zu, dass bei seinen Fahrzeugen der reale Stickoxid-Ausstoß deutlich über den angegebenen Werten liegen könne. Renault betonte aber, dass anders als bei Volkswagen keine Manipulationssoftware eingesetzt werde.

Der Volkswagen-Konzern hatte im September zugeben müssen, dass weltweit bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulationssoftware eingesetzt wurde, die den Stickoxid-Ausstoß im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Der Skandal warf ein Schlaglicht auf die Testverfahren bei Autos. Auch ohne gezielte Manipulation entsprechen die im Testverfahren ermittelten Emissionswerte vielfach nicht dem tatsächlichen Schadstoffausstoß im Straßenverkehr. Ab 2017 soll daher das in Europa gültige Testverfahren geändert werden, um besser den realen Fahrbedingungen zu entsprechen.

Das sind die Bestseller von Renault
Platz 10 - Trafic - 39.500 verkaufte Fahrzeuge*
1 von 10

Der kleinere Lastenesel der Franzosen verkauft sich in seiner Neuauflage im ersten Halbjahr wieder besser. Der Absatz legt im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 Prozent zu.

*Quelle: Earnings report Renault / 1. Halbjahr 2015

Platz 9 - Master - 51.244 verkaufte Fahrzeuge
2 von 10

Auch für den großen Bruder läuft es besser. Der Transporter kann beim Absatz um ordentliche 13,4 Prozent zulegen.

Platz 8 - Twingo - 53.300 verkaufte Fahrzeuge
3 von 10
Platz 7 - Kangoo - 73.900 verkaufte Fahrzeuge
4 von 10

Beim Kastenwagen, der eine enge Verwandtschaft mit dem Mercedes Citan pflegt, stagniert der Absatz. Um 2,2 Prozent ging es im ersten Halbjahr aufwärts.

Platz 6 - Captur - 117.300 verkaufte Fahrzeuge
5 von 10

Der futuristische Crossover setzt seine Erfolgsgeschichte fort. Um satte 25 Prozent verkaufte sich der Captur im ersten Halbjahr besser.

Platz 5 - Logan - 145.200 verkaufte Fahrzeuge
6 von 10

Doch man muss nicht schön sein, um Erfolg zu haben. Der selbstbewusst als "Weltauto" vermarktete Logan stagniert zwar beim Absatz - aber das auf einem sehr ordentlichen Niveau.

Platz 4 - Megane - 146.703 verkaufte Fahrzeuge
7 von 10

Für einen einstigen Kandidaten für das Treppchen reicht es nur noch für Platz 4. Der Megane verkaufte sich im ersten Halbjahr rund 1,2 Prozent schlechter.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte vor einem Monat erklärt, dass die Dieselvariante des neuen Renault Espace bis zu 25 Mal mehr Stickoxid ausstößt als eigentlich erlaubt, wenn die Emissionen nicht bei kaltem, sondern bei warmgelaufenem Motor gemessen werden. Renault erklärte aber, dass seine Fahrzeuge gemäß dem geltenden Prüfverfahren geprüft worden seien. Der Konzern kündigte zugleich an, gemeinsam mit seinem Partner Nissan in den kommenden fünf Jahren seine Investitionen zur Entwicklung sauberer Motoren zu „beschleunigen“.

  • afp
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