Renault in Deutschland Franzosen wollen E-Auto-Marktführer bleiben

Zumindest bei reinen Elektroautos ist Renault Marktführer in Deutschland. Eine Position, die der französische Autobauer weiter ausbauen will. Im Brot-und-Butter-Geschäft mit der Tochter Dacia sieht es weniger gut aus.
Renault will einen Status als Marktführer bei reinen Elektroautos in Deutschland weiter festigen. Quelle: Reuters
Renault Kangoo Express ZE

Renault will einen Status als Marktführer bei reinen Elektroautos in Deutschland weiter festigen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfRenault will 2016 in Deutschland seine Position als Marktführer bei reinen Elektroautos halten. „Wir gehen davon aus, dass wir weiter auf Platz eins bleiben, wenn wir unsere Potenziale vor allem beim Modell Kangoo ausschöpfen“, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag in Düsseldorf.

Bis Ende November des vergangenen Jahres habe Renault rund 1600 vollelektrische Fahrzeuge in der Bundesrepublik verkauft. Der größte Anteil sei dabei auf das Modell ZOE entfallen, für das der französische Autobauer seit einiger Zeit einen Rabatt von 5000 Euro gewährt. Die Kaufaufträge hätten sich seitdem verdoppelt, sagte der Vorstandschef von Renault in Deutschland, Olivier Gaudefroy.

Auch mit dem Gesamtergebnis in Deutschland zeigten sich die Franzosen zufrieden. „Allein mit der Marke Renault haben wir im Jahr 2015 insgesamt 130.000 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft. Das sind 6,5 Prozent mehr als 2014“, berichtete Gaudefroy.

Das sind die großen Gewinner am deutschen Automarkt
Platz 10: Nissan
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Der kompakte Qashqai (Foto) der Japaner gehört in seinem Segment zu den Bestsellern. Aber auch Kleinwagen von Nissan wie der Micra schlagen sich im Branchenvergleich gut. Im Gesamtjahr 2015 verkaufte Nissan 69.835 Fahrzeuge – ein Zuwachs von 11,7 Prozent.

Quelle: KBA

Platz 9: Volvo
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Mit dem neuen Riesen-SUV XC90 (Foto) gewann Volvo schon im ersten Halbjahr 2015 ordentlich an Fahrt. Auch am Ende des Jahres gehören die Schweden mit 36.120 verkauften Fahrzeugen und einem Plus von 13,2 Prozent gegenüber 2014 zu den Gewinnern.

Platz 8: Porsche
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Der Sportwagenbauer hat mit dem kompakten Macan (Foto) einen neuen Bestseller im Angebot und ist dabei auch noch außergewöhnlich profitabel. Mittlerweile erwirtschaften die Schwaben sogar mehr Gewinn als die VW-Kernmarke der Mutter Volkswagen. 28.543 Luxuskarossen wurden 2015 neu zugelassen, Porsche verkaufte damit 17,1 Prozent mehr Fahrzeuge.

Platz 7: Jaguar
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Mit Jaguar folgt die nächste Luxusmarke im Ranking. Für Jaguar Land Rover erwies sich vor allem der Jahresabschluss als erfolgreich: Erst spielte der neue Jaguar C-X75 (im Bild mit „Ms. Moneypenny“-Schauspielerin Naomi Harris) eine Hauptrolle im jüngsten James-Bond-Abenteuer „Spectre“, dann wurden allein im Dezember doppelt so viele Fahrzeuge der Wildkatzenmarke verkauft wie im selben Zeitraum 2014. Insgesamt setzten die Briten 4.987 Sportwagen in Deutschland ab ein Plus von 17,9 Prozent.

Platz 6: Mini
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Anfang des Jahres wurde der Mini runderneuert – und das neue Gesicht des Klassikers entwickelte sich zum Verkaufsschlager. Die BMW-Marke schlug sich in der Folge auch bei den Neuzulassungen außergewöhnlich gut: 39.714 Fahrzeuge entsprechen einem Zuwachs von 19,7 Prozent.

Platz 5: Land Rover
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Die Briten profitieren vom grassierenden SUV-Boom. Die schweren Jungs von der Insel verkaufen sich auch in Deutschland blendend: 18.216 Neuzulassungen konnte Land Rover 2015 verbuchen, 24,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Platz 4: Lexus
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Die Nobelmarke von Toyota ist weiterhin ein absoluter Exot in Deutschland. So lange das Volumen nicht weiter deutlich steigt, wird wohl niemand außer den Japanern die jüngsten Erfolge, wie den SUV NX, wirklich zur Kenntnis nehmen. So gab es zwar 26,7 Prozent mehr Zulassungen als im Vorjahr, der vierthöchste Wert im Ranking. Real entsprach diese Steigerung aber nur 1.682 an den Mann gebrachten Fahrzeugen.

Bei der Marke Dacia, die ebenfalls zum Konzern gehört, gingen die Verkäufe zurück: Ihr Marktanteil sank um 0,2 Prozentpunkte auf 1,4 Prozent. 2016 wolle man den Anteil der aus Rumänien stammenden Billigmarke stabilisieren, kündigte Gaudefroy an. Für die Kernmarke Renault geht er davon aus, mehr Autos verkaufen zu können als 2015.

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  • dpa
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