Renault und Nissan in China Autohersteller wollen mit Dongfeng E-Autos bauen

Nissan und Renault wollen mit ihrem chinesischen Partner Dongfeng ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von E-Autos gründen. Sie reagieren damit auf den wachsenden Bedarf an E-Autos auf dem weltgrößten Fahrzeugmarkt.
Update: 29.08.2017 - 12:36 Uhr Kommentieren
Der chinesische Autobauer ist mit 50 Prozent an der Firma beteiligt. Quelle: Reuters
Dongfeng

Der chinesische Autobauer ist mit 50 Prozent an der Firma beteiligt.

(Foto: Reuters)

PekingDie Autohersteller-Allianz Renault Nissan will zusammen mit ihrem chinesischen Partner Dongfeng Motor Group Elektroautos bauen. Dazu solle ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, teilten die Firmen am Dienstag mit. An diesem Joint Venture mit dem Namen eGT New Energy Automotive seien Renault und Nissan zu je 25 Prozent beteiligt, Dongfeng halte 50 Prozent. Die Hersteller reagieren damit auf den wachsenden Bedarf an E-Autos auf dem weltgrößten Fahrzeugmarkt. Außerdem dient die Entscheidung dazu, die von China geforderte Quote an Elektromobilen zu erfüllen.

Zuvor hatte bereits Ford bekannt gegeben, ein Gemeinschaftsunternehmen mit der chinesischen Anhui Zotye Automobile für den Bau von E-Autos zu planen. Auch Tesla, Daimler und General Motors haben bereits Pläne für den Bau von Elektroautos in China präsentiert. Das Land will erreichen, dass 2025 mindestens ein Fünftel aller neuverkauften Autos einen Elektroantrieb hat, entweder mit Akkus oder in der Hybridversion mit Elektro- und Verbrennungsmotor.

Das Projekt von eGT New Energy Automotive soll den Angaben zufolge auf der Plattform eines subkompakten Crossover-SUV von Renault-Nissan basieren. „Die Bildung des neuen Joint Ventures mit Dongfeng bekräftigt unsere gemeinsame Absicht, wettbewerbsfähige Elektrofahrzeuge für den chinesischen Markt zu entwickeln“, erklärte Carlos Ghosn, Chairman and Chief Executive Officer von Renault-Nissan. Sowohl der französische Renault-Konzern als auch die japanische Nissan bieten bereits Elektroautos an. Nissans Kompaktwagen Leaf wurde seit seiner Markteinführung 2010 das weltweit meistverkaufte E-Auto. Renault startete mit seinem Modell Zoe 2012.

Diese Konzerne bauen die meisten Autos
Platz 10: Suzuki – weltweiter Absatz: 2,37 Millionen Autos
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Die Japaner sind vor allem auf dem indischen Markt stark vertreten. Mit einem Absatzplus von elf Prozent haben sie stärker zugelegt als die meisten Konkurrenten.

Quelle: EY, Stand: Januar bis Oktober 2017

Platz 9: PSA – weltweiter Absatz: 2,42 Millionen Autos
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Neben den drei Konzernmarken Peugeot, Citroën und DS ist seit wenigen Wochen auch Opel unter dem Dach der Franzosen. Global erreicht PSA dank des Zukaufs nun ein Plus von neun Prozent.

Platz 8: FCA (Fiat-Chrysler) – weltweiter Absatz: 3,49 Millionen Autos
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Das italienisch-amerikanische Duo (im Bild Arbeiter in Argentinien mit Staatspräsident Macri) hat mit der SUV-Marke Jeep und Maserati echte Perlen im Programm. Doch in wesentlichen Wachstumsmärkten ist der Konzern noch zu schwach aufgestellt. Durch die schwächelnden Verkäufe in den USA stagniert der globale Absatz.

Platz 7: Honda – weltweiter Absatz: 3,84 Millionen Autos
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Die Japaner sind vor allem im Heimatmarkt und in den USA erfolgreich. Mit einem globalen Plus von fünf Prozent beim Absatz waren sie in den ersten neun Monaten gut unterwegs.

Platz 6: Ford – weltweiter Absatz: 4,86 Millionen Autos
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Die Aktie schwächelte und auch der Absatz litt zuletzt – vor allem durch die schwierige Lage in den USA. Ford hat mit dem F-150 zwar einen absoluten Bestseller in der Modellpalette. Doch zuletzt gingen die globalen Verkäufe um zwei Prozent zurück.

Platz 5: Hyundai-Kia – Weltweiter Absatz: 5,36 Millionen Autos
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Die jahrelang erfolgsverwöhnten Koreaner haben miserable neun Monate hinter sich. Der Absatz bei Kia ist um sechs Prozent eingebrochen, bei Hyundai sogar um acht Prozent. Den Kampf um die Weltspitze müssen die beiden Schwestermarken vorerst zurückstellen.

Platz 4: General Motors – weltweiter Absatz: 7 Millionen Autos
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Die Amerikaner rund um CEO Mary Barra haben den Dreikampf um die Weltspitze lange verlassen. Aus Europa zieht sich der Konzern mit dem Verkauf von Opel zurück. Künftig gilt die Devise „Gewinn statt Volumen“. Der Absatz in den ersten neun Monaten sank um zwei Prozent.

China will den Elektroantrieben mit restriktiven Vorgaben zum Durchbruch verhelfen und hat Verkaufsquoten für die nächsten Jahre vorgeschrieben. So sollen ab 2018 acht Prozent der verkauften Neuwagen einen Elektro- oder Hybridantrieb haben, ab 2019 zehn Prozent und ab 2020 zwölf Prozent. Diese Pläne waren bei den Autoherstellern weltweit auf Kritik gestoßen. Sie befürchten, im Vergleich zu den heimischen Herstellern auf dem weltgrößten Automarkt benachteiligt zu werden. Die ab 2018 geplanten Vorgaben seien nicht zu erfüllen, hatten die vier größten Automobilverbände aus den USA, Europa, Japan und Südkorea in einem Brief an die Regierung in Peking geschrieben.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete nun am Dienstag ohne Angaben von Quellen, China wolle die Regeln für die Elektroauto-Quote aufweichen. Die ab 2018 geltende Quote von acht Prozent solle im ersten Jahr noch flexibel gehandhabt werden. Auch die Strafen würden abgemildert.

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