Rendite
Schering legt die Messlatte höher

Das erste Halbjahr ist für die Bayer-Tochter Schering gut verlaufen, so gut, dass der Pharmahersteller seine Prognose für das laufende Jahr angehoben hat. Dabei gibt es durchaus Durchhänger in der Zwischenbilanz.

HB BERLIN. Im ersten Halbjahr kletterte das Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung von Sondereffekten um rund 20 Prozent auf 559 Mill. Euro, teilte Schering am Dienstag in Berlin mit. Inklusive der Sondereffekte - vor allem die Kosten rund um die Übernahmeschlacht - sank das Betriebsergebnis aber um 12 Prozent auf 410 Mill. Euro. Der Konzerngewinn ging um 6 Prozent auf 301 Mill. Euro zurück, was aber nicht zuletzt an Sonderposten lag, die den Überschuss im Vorjahreszeitraum in die Höhe getrieben hatten. Schering hatte damals eine Beteiligung verkauft. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 2,82 Mrd. Euro.

Das Unternehmen erwartet nun eine operative Umsatzrendite von 18,5 bis 19 Prozent. Bisher waren 18 Prozent angepeilt worden; erst für 2008 hatte Schering ein Ziel von 20 Prozent genannt. Hauptgrund für den zunehmenden Optimismus sei das Wachstum der zwei größten Umsatzträger, teilte Schering mit. Das Multiple-Sklerose-Medikaments Betaferon legte um 17 Prozent zu, so dass das Unternehmen nun auch im Gesamtjahr ein zweistelliges Wachstum erwartet. Bisher war von einem hohen einstelligen Plus ausgegangen worden. Zum anderen verkaufte sich die Anti-Baby-Pille Yasmin weiter gut und konnte den Umsatz um 33 Prozent steigern. Die Gewinnmarge dieser Pille gilt als besonders hoch.

Nach einem Übernahmekampf mit der Darmstädter Merck hatte sich Bayer mehr als 90 Prozent an Schering gesichert. Die Übernahme soll auch formal auf der Schering-Hauptversammlung im September beschlossen werden.

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