Restrukturierung
Lanxess setzt Sanierung im Ausland fort

Nachdem der der Leverkusener Chemiekonzern Lanxess mit seinen Restrukturierungsplänen in Deutschland bereits ein großes Stück vorangekommen ist rückt nun das Ausland in den Fokus.

HB FRANKFURT. Lanxess wolle seinen Standort La Wantzenau in Frankreich umbauen, sagte Vorstandschef Axel Heitmann der Zeitschrift „Euro am Sonntag“ laut Vorabmeldung vom Freitag. Er erwarte von den Verantwortlichen für die Nitril-Kautschukproduktion im Elsass bis Ende August Vorschläge, wie der Standort überlebensfähig gemacht werden könne. „In dieses Geschäft wurden in den vergangenen zehn Jahren global 150 Mill. € investiert. Trotzdem sind hier in derselben Zeit 200 Mill. € Verlust angefallen. Das können wir nicht länger akzeptieren“, sagte er.

Die Nitril-Kautschukproduktion in La Wantzenau gehört zum Unternehmensbereich Technical Rubber Products, der weltweit etwa 1400 Beschäftigte hat. In La Wantzenau seien es etwa 400 Beschäftigte, sagte ein Sprecher. Weitere Standorte in dem Bereich habe Lanxess in Kanada, in den USA und auch in Deutschland. Einzelheiten zu den Umbau-Plänen würden am 25. August bei der Vorlage des Quartalsberichts bekannt gegeben.

Mit deutschen Arbeitnehmervertretern und der Gewerkschaft IG BCE wurde bereits im Juni ein Maßnahmenbündel unter Dach und Fach gebracht, mit dem die Verluste schreibenden Bereiche Feinchemikalien und Kunststoffe (Styrenic Resins) neu ausgerichtet werden sollen. Das Sparpaket sieht den Abbau von insgesamt 960 Stellen bis Ende 2007 vor.

Lanxess will nach früheren Angaben die Feinchemie-Sparte, die durch andere Bereiche seit Jahren quersubventioniert worden ist, in eine eigenständige Gesellschaft ausgliedern. Dazu sagte Heitmann der Zeitschrift, die Sparte solle spätestens zum Ende des ersten Quartals 2006 rechtlich verselbstständigt werden. Die Lanxess-Aktie lag am Freitagnachmittag 1,39 % im Plus bei 19,03 €.

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