Restrukturierungsbemühungen zahlen sich aus
Hochtief fasst im europäischen Baugeschäft wieder Fuß

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief hat seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2004 bekräftigt. Es werde mit einer Bauleistung und einem Ergebnis über dem Vorjahr gerechnet, teilte die Hochtief AG am Montag in Düsseldorf mit. Voraussetzung sei, dass sich Weltwirtschaft und Währungen im Rahmen der aktuellen Erwartungen bewegten.

HB DÜSSELDORF. Der Auftragsbestand für das europäische Baugeschäft habe sich im Februar bereits auf mehr als 70 % der Auslastung im laufenden Geschäftsjahr belaufen, teilte der Konzern anlässlich der Bilanzpressekonferenz mit. „Der Auftragsbestand liegt auf einem erfreulich hohen Niveau.“ Hochtief Europe erzielt seine Umsätze vornehmlich im deutschen Baugeschäft.

„Hochtief Europe hat den angekündigten Break-Even sicher erreicht und schreibt mit einem Ebt von 10,4 Mill. € im Geschäftsjahr 2003 erstmals wieder schwarze Zahlen“, teilte der Konzern mit. „Das traditionsreiche deutsche und europäische Kerngeschäft Bauen unseres Konzerns ist damit wieder in eine gefestigte Position zurückgekehrt“, sagte Vorstandschef Hans-Peter Keitel. Dies sei vor allem Ergebnis von Restrukturierungsmaßnahmen, der Verbesserung des Risikomanagements und der Ausrichtung auf profitable Marktsegmente. Im Zuge der seit Mitte der 90er Jahre dauernden Baukrise in Deutschland hatte der Marktführer sein Geschäft umstrukturiert und sich von zwei Dritteln seiner damals gut 23 000 Mitarbeiter getrennt. Neben Europa hätten sich auch die Regionen USA und Asia Pacific sowie die Unternehmensbereiche Development und Airport positiv entwickelt.

Hochtief bestätigte am Montag die vorläufigen Geschäftszahlen für 2003. Gestützt auf einen Rekord-Auftragsbestand von rund 16,5 Mrd. € stieg demnach der Betriebsgewinn (Ebita) um rund 41 % auf 220 Mill. €. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 32 % auf etwa 160 Mill. €. Netto erzielte Hochtief einen Gewinn von 16 Mill. € nach 43 Mill. € im Vorjahr. Die Bauleistung war vor allem wegen des schwachen US-Dollars um 10 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro gesunken. Hochtief ist Eigentümer des größten Hochbauunternehmens der USA, Turner.

„Für das Geschäftsjahr 2004 rechnet Hochtief mit einer Leistung und einem Ergebnis über Vorjahr“, kündigte der Konzern an. „Voraussetzung ist, dass sich Weltwirtschaft und Währungen im Rahmen der aktuellen Erwartungen bewegen.“

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