Restrukturierungsmaßnahmen
VW will „niemanden im Regen stehen lassen“

Die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen bei VW müssen den Beschäftigten nach Worten des Personalvorstands der Volkswagen AG „ungeschminkt“ dargestellt werden.

HB WOLFSBURG. Alle Unternehmensteile, die Verluste einführen, wie etwa in Brasilien oder Teile der deutschen Werke, müssten restrukturiert werden, sagte Horst Neumann am Freitag. „Aber wir werden anständig mit unseren Mitarbeitern umgehen, wir lassen niemanden im Regen stehen.“ Bereits am Donnerstag hatte in Wolfsburg ein Treffen der Vorstände von Konzern und Marke Volkswagen sowie Personalleitern und Arbeitnehmervertretern stattgefunden.

Neumann betonte, Wirtschaftlichkeit und Beschäftigungssicherung seien wichtige Unternehmensziele für Volkswagen. Beschäftigung sei jedoch nur auf Basis der Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Neumann forderte Ehrlichkeit und Klarheit der Analyse. Produktivitätsoffensive, wettbewerbsfähige Arbeitskosten und Neuordnung des Komponentenbereichs seien die Grundlage für eine höhere Auslastung der deutschen Werke der Volkswagen AG, betonte Neumann. Zuvor wurden die Arbeitnehmervertreter aus den weltweiten Stadtorten über die Restrukturierungspläne des Unternehmens informiert.

Unterdessen wurde Bernd Osterloh zum Präsidenten des Welt-Konzernbetriebsrats des Unternehmens gewählt. Das Gremium erinnerte den Vorstand nach eigenen Angaben vom Freitag an seine soziale Verantwortung gegenüber den Belegschaften und den Regionen der Stadtorte. „Insbesondere angesichts schwieriger Rahmenbedingungen sind wir für eine gleichmäßige Verteilung der Chancen und Risiken im Konzern“, sagte Osterloh. Zukunftssicherung sei nur auf dem bewährten Weg der kooperativen Konfliktbewältigung möglich.

VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard hatte am Dienstag mit einer Äußerung für großen Wirbel gesorgt. Wenn die Produktion des alten Golf-Kombis auslaufe, hatte er erklärt, gebe es für rund 1200 Beschäftigte im Stammwerk Wolfsburg von Mitte Juni an keine Arbeit mehr. Von dem Restrukturierungsprogramm könnten bis zu 20 000 Beschäftigte betroffen sein, hieß es mehrfach.

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