Rettung der AUA
Österreichische Politiker fürchten offenbar die Lufthansa

HB BERLIN. Die geplante Übernahme der angeschlagenen Swiss durch die Deutsche Lufthansa hat in Österreich offenbar für Aufruhr gesorgt. Wie die österreichische Tageszeitung «Presse» in ihrer Samstagausgabe berichtete, fürchten österreichische Regionalpolitikern nunmehr eine Übernahme der heimischen Austrian Airlines (AUA) durch die Frankfurter Fluggesellschaft. Die Lufthansa wollte den Bericht am Freitag nicht kommentieren.

In Finanzkreisen kursiere hartnäckig das Gerücht, dass die Länder Niederösterreich und Wien fieberhaft am Aufbau eines «Österreich Konsortiums» zur Beteiligung an der AUA arbeiteten, hieß es in dem Bericht. Damit soll ein Einstieg der größten deutschen Fluggesellschaft verhindert werden. Auch der Flughafen Wien sei eingebunden und habe bereits Anteile an der AUA erworben.

Die beiden Länder, die zusammen 35 Prozent am Flughafen Wien halten, sorgten sich laut «Presse» um den Wirtschaftsstandort. Deshalb wolle der Flughafen zusammen mit heimischen Banken ein Konsortium schmieden, welches die AUA und den Flughafen vor der Lufthansa «retten» soll. Das Konsortium strebe eine Beteiligung an der AUA von 25,1 Prozent an, um somit Unternehmensentscheidungen blockieren zu können.

Die Staatsholding ÖIAG, die mit knapp 40 Prozent größter Einzelaktionär der AUA ist, weiß dem Bericht zufolge nichts von den Plänen der Länder. «Es gibt seitens ÖIAG kein Projekt in diese Richtung. Die ÖIAG ist laut Regierungsauftrag nicht zu einer Abgabe befugt und kann daher zu diesen Themen auch nicht Stellung beziehen», hieß es weiter.

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