
STOCKHOLM. Nach Spyker-Angaben erhält GM 74 Mio. Dollar in bar und 326 Mio. Dollar in Vorzugsaktien des neuen Unternehmens Saab Spyker Automobile. Der Deal ist von der Zustimmung eines 400 Mio. Euro-Kredits der Europäischen Investitionsbank (EIB) abhängig. Die Bank hatte allerdings bereits Ende vergangenen Jahres grünes Licht für den Kredit signalisiert. Die schwedische Regierung bestätigte am Abend eine Bürgschaft für diesen Kredit.
Eine Schließung von Saab ist damit vorerst überraschend abgewendet. General Motors, Spyker Cars und die schwedische Regierung hätten hart gearbeitet, um eine nachhaltige Zukunft für Saab zu sichern, erklärte GM-Vice-President John Smith. Er rechnet damit, dass der Verkauf bis Mitte Februar abgeschlossen ist.
Die rund 3400 Saab-Mitarbeiter am Stammsitz im westschwedischen Trollhättan können damit zunächst einmal aufatmen: Seit mehr als einem Jahr haben sie nämlich ein Wechselbad der Gefühle durchlaufen. Nach der Ankündigung von GM im Dezember 2008, dass man sich von der seit 20 Jahren defizitären Tochter Saab trennen wolle, begann in Detroit und Trollhättan die Suche nach einem seriösen Käufer der kleinen kultigen Marke aus Schweden. Im Februar vergangenen Jahres wurde Saab unter Zwangsverwaltung gestellt, gleichzeitig ging die Jagd nach Interessenten weiter.
Keine leichte Aufgabe, wie sich später zeigen sollte, hatte Saab doch einen Schuldenberg von rund elf Mrd. Kronen (1,1 Mrd. Euro) angehäuft. Das selbst gesetzte Ziel, bis Juni einen Käufer gefunden zu haben, scheitert, obwohl die kleine schwedische Sportwagenschmiede Koenigsegg öffentlich Interesse an einer Saab-Übernahme bekundet hatte. Doch die Verhandlungen zogen sich hin. Eine nachhaltige Finanzierung war der Knoten, der nicht gelöst werden konnte. Auch nicht, als sich im September der chinesische Autobauer BAIC als Mitfinanzier des Koenigsegg-Konsortiums präsentierte.
Gerettet ist Saab erst dann, wenn es nachhaltig schwarze Zahlen schreibt. Dazu sind Märkte und bessere Produkte nötig. Die jetzige basis ist sehr dünn.
Wenn Eib finanziert und Stockholm bürgt, kann es klappen unter der Voraussetzung, daß kapazitär und personell gesund geschrumpft werden kann ohne exorbitante Kosten. Name, Händlernetz und know how sind jedenfalls interessant in mehrfacher Hinsicht: Elektroautos nebst infrastruktur sind mittelfristig machbar gerade in Skandinavien, wo Aktivitäten dafür bereits laufen. Die Veräußerung von Anteilen oder komplett an russische, indische oder chinesische Partner ist sehr attraktiv. Und ganz normale Autos können sie auch noch bauen.
Guten Tag,....... ich fresse zwei besen am Stueck wenn diese Geschichte so stimmt. besten Dank
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