Revision der Absatzziele
Zulieferer spüren Toyotas Schwäche

Nach der Revision der Absatzziele des dominierenden Autoherstellers Toyota müssen auch Japans Zulieferer ihre Pläne anpassen, im Sog des Marktführers senken die japanischen Hersteller von Autoteilen ihre Prognosen. Wie sich Toyota und die japanischen Zulieferer an die neuen Bedingungen anpassen.

TOKIO. Toyota hat vergangene Woche die Prognose für 2009 um sieben Prozent heruntergefahren. Statt der angepeilten 10,4 Millionen rechnet der Konzern nur noch mit einem Absatz von 9,7 Millionen Fahrzeugen. In den USA fahren mehrere Toyota-Werke bereits einfache Schichten. Im August verkauften die Japaner auf dem weltgrößten Automarkt USA 9,4 Prozent weniger Fahrzeuge - insgesamt 211 533 - als ein Jahr zuvor. Nur bei den kleinen Wagen konnte Toyota punkten: Vom Camry und dem Camry Hybrid wurden 3,3 Prozent mehr (insgesamt 44 046 Stück) verkauft -, vom Yaris sogar 20,5 Prozent mehr.

Ein wichtiges Element der Konkurrenzfähigkeit von Toyota ist die Flexibilität. Die schlank organisierte Produktion lässt sich vergleichsweise schnell an neue Bedingungen anpassen. Derzeit bereitet sich Toyota auf allen Ebenen vor, Überkapazitäten wegen einer weltweiten Nachfrageschwäche zu vermeiden.

Das wirkt sich international auf die Investmententscheidungen der Partner aus. "Die Revision der Toyota-Prognose wird ganz sicher unser Geschäft beeinflussen", sagt der Chef des Reifenherstellers Bridgestone, Shoshi Arakawa. Der Weltmarktführer profitiert zwar davon, niedrigere Preise anbieten zu können als der französische Hauptkonkurrent Michelin. Doch der weltweite Trend zu kleineren Autos und damit kleineren Reifen belastet auch Bridgestone. Jetzt kommt noch die geringere Nachfrage vom Hauptabnehmer Toyota hinzu.

Toyota erzielt knapp zehn Prozent des Gesamtgewinns der im Börsenindex Nikkei 225 notierten Industrieunternehmen. Ein knappes Zwanzigstel der Marktkapitalisierung entfällt trotz Kursrückgängen auf das Erfolgsunternehmen. Der Autokonzern kauft allein im Inland jährlich fünf Millionen Tonnen Stahlprodukte und ist damit Japans größter Abnehmer von Blech. Den signifikanten Rückgang von Aufträgen für die Maschinenbauer im Monat Juli führen Branchenkenner deshalb auch auf die Anpassung der Kapazitäten bei Toyota zurück. Das Unternehmen investiert derzeit weniger in Ausrüstung.

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