Rezession
Porsche baut Konjunktureinbruch vor

Der Sportwagenbauer sieht keine Abschwächung der Nachfrage. Aber Vorstandschef Müller ist vorsichtig und will auf eine Abkühlung vorbereitet sein. Sein Worst-case-Szenario wäre eine Rezession zu Beginn des Jahres 2012.
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StuttgartDer Sportwagenbauer Porsche bleibt auf Rekordkurs, stellt sich aber auf steigende Konjunkturrisiken ein. „In den September-Zahlen sehen wir keine Abschwächung der Nachfrage. Die Zahlen sind genauso positiv für Porsche wie in den ersten acht Monate des Jahres“, sagte Porsches Vorstandschef Matthias Müller dem Handelsblatt. „Aber natürlich sind wir vorsichtige Kaufleute und spielen die Möglichkeit durch, dass es eine Abkühlung geben könnte. Das ändert aber nichts mehr daran, dass 2011 gemessen an den verkauften Autos das beste Jahr in der Geschichte von Porsche sein wird.“

Aus Sicht des Porsche-Chefs ist fraglich, was im nächsten Jahr passiert. Sein Worst-case-Szenario wäre eine Rezession zu einem sehr frühen Zeitpunkt. „Aus der letzten Krise wissen wir, dass auch die Luxushersteller davon betroffen wären. Allerdings verfügen wir mit dem Start des neuen 911 gerade jetzt über ein hochattraktives Angebot“, sagte Müller

Als Reaktion auf eine Rezession würde der Autobauer geplante Investitionen überprüfen, ohne auf neue Modelle zu verzichten. Müller: „Sämtliche Projekte müssten wir dann daraufhin untersuchen, ob sie zu diesem Zeitpunkt möglich sind. Das heißt nicht, dass wir etwas streichen – aber bestimmte Dinge werden dann möglicherweise später als geplant unternommen. Die Modellplanung werden wir aber selbst bei einer Krise nicht in Frage stellen. Wir brauchen in jedem Fall attraktive Produkte.“
So soll es dabei bleiben, dass Porsche in den nächsten sechs Monaten über eine weitere neue Modellreihe neben dem bereits beschlossenen kleinen Geländewagen Cajun entscheiden will. "Es ist immer besser eine Krise trifft ein Unternehmen mit neuen Produkten, als eine Krise trifft ein Unternehmen mit alten Produkten", sagte Müller dem Handelsblatt.

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