RGI an Finanzinvestor CVC verkauft
Zerschlagung von ehemaliger Eon-Tochter befürchtet

Die IG Metall befürchtet eine Zerschlagung der früheren Eon-Tochter Ruhrgas Industries nachdem das Messtechnikunternehmen an den britischen Finanzinvestor CVC verkauft wurde.

HB DÜSSELDORF. CVC sei nur am lukrativen Geschäft mit den Gasmess-Zählern und nicht am Ofenbau interessiert, sagte Hartmut Riemann, der für die IG Metall im Aufsichtsrat der Eon Ruhrgas sitzt, am Dienstag in Osnabrück. „Ich bin sicher, dass noch in diesem Jahr der Verkaufsprozess für den Ofenbau starten wird“, ergänzte er. Eine Zerschlagung der Ruhrgas Industries (RGI) könnte zahlreiche Arbeitsplätze kosten. Derzeit sind bei RGI nach Riemanns Angaben knapp 10 000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, 2700 davon in Deutschland. In der RGI-Sparte Industrieofenbau arbeiten 1500 Beschäftigte.

Eon hatte seine als Randaktivität geführte Tochter RGI Mitte Juni für 1,5 Mrd. € an CVC verkauft und dabei einen Buchgewinn von 600 Mill. € erzielt. Die IG Metall wirft dem Eon-Management vor, bei der Veräußerung die Interessen der Mitarbeiter missachtet und gegenüber dem Käufer weder auf die Zusicherung einer Standortgarantie noch auf den Verzicht von Massenentlassungen bestanden zu haben. Die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat der Eon Ruhrgas habe am Dienstag aus Protest nicht an der Abstimmung über den RGI-Verkauf teilgenommen.

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