Rhein-Energie-Beteiligung bei MVV
Stadtwerke-Kooperation steht auf der Kippe

Der Einstieg des kommunalen Kölner Versorgers Rhein-Energie beim Mannheimer Konkurrenten MVV Energie könnte scheitern. Das erfuhr das Handelsblatt aus gut informierten Kreisen.

DÜSSELDORF. Schuld an dem Scheitern könnte die Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sein, die den Stadtwerken eine Ausweitung ihres Geschäfts über kommunale Versorgungsaufgaben hinaus verbietet. Ein Energieexperte sagte dem Handelsblatt allerdings, die Stadtwerke würden seiner Ansicht nach ihre kommunalen Aktivitäten in diesem Falle nicht ausweiten, da sie gerade in diesem Kerngeschäft kooperieren würden.

Die Stadt Mannheim wollte einen Anteil von 16,1 Prozent an Deutschlands sechstgrößtem Versorger MVV für rund 300 Mill. Euro Rhein-Energie verkaufen. Beide kommunalen Unternehmen sollten zudem umfangreich kooperieren – etwa im Großhandel, beim Bau von Kraftwerken und in der IT, um ein kommunales Gegengewicht zu den vier großen Energiekonzernen Eon, RWE, Vattenfall Europe und EnBW zu schaffen.

NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) sage nun, die neue Gemeindeverordnung des Landes lasse die Beteiligung nicht zu, hieß es weiter. Seine Kollegin im Wirtschaftsministerium, Christa Thoben (CDU), befürwortet dagegen die Verbindung zwischen den Stadtwerken. Gestern versuchten zunächst Staatssekretäre beider Ministerien, eine Lösung zu finden, wie die Blockade überwunden werden kann. Bis Redaktionsschluss lag dem Handelsblatt noch kein Ergebnis vor. Können sich die Staatssekretäre nicht einigen, soll das Thema heute in der Kabinettsrunde behandelt werden.

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