Rheinbahn will weiterhin bestellt Bahnen abnehmen
Siemens kommt „Combino“-Lösung näher

Bei der Lösung der technischen Probleme bei seinen „Combino“-Straßenbahnzügen ist der Siemens-Konzern offenbar einen Schritt vorangekommen.

HB MÜNCHEN. Siemens werde in den kommenden Tagen bei einem Anwendertreffen den Kunden die neuesten Erkenntnisse hinsichtlich der Sanierung präsentieren, sagte eine Sprecherin von Siemens Transportation Systems (TS) am Montag. Es handele sich dabei jedoch noch nicht um die Vorstellung der Sanierung. Zugleich sei für Mittwoch ein Treffen mit dem Düsseldorfer Betreiber Rheinbahn geplant, bei dem es aber nicht um die Sanierung der eingesetzten Combino-Züge gehe.

Ein Siemens-Konzernsprecher ergänzte, bis zum Herbst solle dann das finanzielle Ausmaß der Gewährleistungsansprüche absehbar sein. Die Aussage des Vorstands, wonach weitere Belastungen nicht auszuschließen seien, gelte nach wie vor.

Siemens hatte bereits im zweiten Quartal 2003/04 (per Ende März) weitgehend im Zusammenhang mit den Combinos Rückstellungen von 296 Millionen Euro gebildet. Bei den rund 400 im Einsatz befindlichen Straßenbahnzügen lösten sich Teile des Chassis, zudem waren auch Risse an Decken und Wänden aufgetreten. Bislang hatte es geheißen, an der technischen Lösung für eine Sanierung der Züge werde noch gearbeitet. Mit Spannung wird derzeit auf die Bekanntgabe der Quartalszahlen am 29. Juli gewartet, wo Siemens womöglich weitere Details zu den Problemen beim Combino veröffentlicht.

Zuletzt hatten die Potsdamer Verkehrsbetriebe und Siemens vereinbart, dass die Kommune auf die Abnahme weiterer 32, bereits bestellter Combino-Züge verzichtet. Die Rheinbahn will hingegen nach Worten ihres Sprechers Georg Schumacher an der Lieferung noch ausstehender 15 Züge festhalten.

Der Kurs der Siemens-Aktie notierte am Nachmittag in einem insgesamt freundlichen Umfeld mit 58,73 Euro um 0,9 Prozent im Plus.

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