Rheinemtall

Rüstungssparte wirft wieder Gewinn ab

Rheinmetall hat im ersten Halbjahr seinen Betriebsgewinn um 30 Prozent gesteigert. Das Sparprogramm des Konzerns zeigt damit Wirkung. Auch das lange defizitäre Rüstungsgeschäft macht wieder Gewinn.
Die jahrelang defizitäre Rüstungssparte schaffte den Sprung in die Gewinnzone und steuerte zwei Millionen Euro bei. Quelle: dpa
Schützenpanzer von Rheinmetall

Die jahrelang defizitäre Rüstungssparte schaffte den Sprung in die Gewinnzone und steuerte zwei Millionen Euro bei.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDas Sparprogramm zahlt sich bei Rheinmetall zunehmend aus. Der Automobilzulieferer und Rüstungskonzern verbuchte im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung. Zudem bewegt sich der Auftragsbestand mit 7,3 (Vorjahr: 7,1) Milliarden Euro auf Rekordniveau. Damit sieht Vorstandschef Armin Papperger Rheinmetall auf Kurs. Er bekräftigte am Donnerstag seine Jahresziele, die einen Konzernumsatz von 5,5 (Vorjahr: 5,2) Milliarden Euro und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von rund sechs (5,5) Prozent vorsehen.

In den ersten sechs Monaten schnellte der operative Gewinn (Ebit) um 30 Prozent auf 103 Millionen Euro in die Höhe. Die jahrelang defizitäre Rüstungssparte schaffte den Sprung in die Gewinnzone und steuerte zwei (minus 27) Millionen Euro bei. Der Umsatz legte bis zur Jahresmitte um neun Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

Papperger hatte 2013 nach seinem Amtsantritt bei Rheinmetall mit Aufräumarbeiten begonnen, die sich ursprünglich schon 2014 auszahlen sollten. Doch Verluste in der Rüstungssparte machten ihm einen Strich durch die Rechnung.

  • rtr
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