Rheinmetall AG
Konzern stellt Panzersparte auf den Prüfstand

Rheinmetall stellt sein Panzergeschäft mit rund 1500 Beschäftigten in Deutschland neu auf. Der Konzern will die Arbeitsverteilung in der Sparte verbessern. Ob dafür Standorte geschlossen werden, bleibt aber offen.
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DüsseldorfDer Rheinmetall-Konzern will sein Panzergeschäft mit rund 1500 Beschäftigten in Deutschland neu aufstellen. Die Geschäftsführung habe für die Sparte Rheinmetall Landsysteme (RLS) das Projekt "Zukunftssicherung" gestartet, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Dabei gehe es um eine "wirtschaftlich optimale Standortstruktur", die sich an den Kernkompetenzen der einzelnen Standorte orientiere solle. "In gemeinsamen Beratungen mit dem Betriebsrat sollen nun schnell Lösungsmöglichkeiten diskutiert und beschlossen werden."

Ob am Ende Standorte geschlossen und Arbeitsplätze gestrichen werden könnten, ließ das Unternehmen offen. Die Panzersparte verfügt über Standorte in Kiel, Kassel, Unterlüß und Gersthofen. Dort werden Kampfpanzer, Minenräumpanzer und Panzerhaubitzen gefertigt.

Rheinmetall hatte Anfang des Jahres die Produktion von militärischen Radfahrzeugen aus der RLS herausgelöst und in ein Gemeinschaftsunternehmen mit MAN eingebracht. Nicht zur Sparte gehört auch die Fertigung von Kanonen und Elektronik für den gemeinsam mit Krauss-Maffei Wegmann (KMW) produzierten Kampfpanzer Leopard 2, der auch im Ausland auf großes Interesse stößt. Die Produktion findet in den Sparten Combat Systems und Electronic Solutions statt.

Geschäftzahlen für die Panzersparte veröffentlicht Rheinmetall nicht. Die gesamte Rüstungssparte musste im ersten Quartal einen Einbruch des operativen Gewinns auf vier Millionen Euro hinnehmen nach 38 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Geschäft mit Autoteilen, das der Konzern eigentlich im Sommer an die Börse bringen wollte, legte hingegen zu. Zahlen zum zweiten Quartal will Rheinmetall am Freitag veröffentlichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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