Rheinmetall
Geschäft in Auto- und Rüstungsbranche boomt

Bei Rheinmetall haben sowohl das Rüstungsgeschäft als auch die Autosparte im abgelaufenen Quartal ihre Erträge deutlich gesteigert. Vorstandschef Armin Papperger sieht den Düsseldorfer Konzern auf Kurs.
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DüsseldorfRheinmetall profitiert von anziehenden Geschäften in der Auto- und Rüstungsbranche. Bei anziehenden Erlösen erhöhten beide Sparten ihre Erträge in den ersten neun Monaten deutlich, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. „Wir sind sehr zuversichtlich, unsere im August leicht erhöhten Ergebnisprognosen gut erreichen zu können. Rheinmetall ist auf gutem Kurs,“ bekräftigte Vorstandschef Armin Papperger.

Bei einem Umsatzplus von 6,9 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro schnellte im dritten Quartal das operative Ergebnis um 27 Prozent auf 231 Millionen Euro. Dabei steuerte die Autozulieferung als unverändert größte Sparte einen Erlös von 2,15 (1,99) Milliarden Euro bei und einem operativen Gewinn von 186 (163) Millionen Euro.

Die Wehrtechnik setzte 2,03 (1,91) Milliarden Euro um und verdiente mit 60 Millionen Euro operativ fast doppelt so viel wie vor Jahresfrist. Der Auftragsbestand lag bei 6,73 (6,89) Milliarden Euro. Im Gesamtjahr peilt Rheinmetall ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von rund sechs Prozent an und eine operative Ergebnismarge von leicht über 6,5 Prozent.

Das auf die Aktionäre entfallende Nettoergebnis sank indes von 42 auf 36 Millionen Euro. Jüngst hatte Rheinmetall mitgeteilt, die Kolbenfertigung am französischen Standort Thionville zu schließen. Dabei fielen Kosten für Abfindungen, Rückbau und Abschreibungen an, die mit 22 Millionen Euro zu Buche schlagen. Mittelfristig will Rheinmetall damit aber rund 10 Millionen Euro jährlich einsparen.

Rheinmetall steht immer in der Kritik wegen Rüstungsgeschäften, etwa mit der Türkei. So forderten Menschenrechtler den Stopp von Exporten in das Land. Das abgekühlte Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei blockiert oder verzögert indes geplante Geschäfte. Mehrere Projekte etwa zur gemeinsamen Produktion von Kampfjet-Munition in der Türkei oder zur Nachrüstung von türkischen Leopard-Panzern gegen Raketenbeschuss der Terrormiliz IS zögen sich hin und würden von den Regierungen derzeit nicht entschieden, sagte der Rheinmetall-Chef Armin Papperger jüngst der Deutschen Presse-Agentur.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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