Rheinmetall

Großbritannien und Australien winken mit Milliarden-Aufträgen

Als einer der letzten drei Anbieter befindet sich Rheinmetall im Rennen um einen Auftrag über 800 Panzer in Großbritannien. Auch in Australien steht der Rüstungskonzern kurz vor einem Milliarden-Abschluss.
Insgesamt haben die Aufträge aus Großbritannien und Australien ein Volumen von rund 4,5 Milliarden Euro. Quelle: dpa
Schützenpanzer Puma

Insgesamt haben die Aufträge aus Großbritannien und Australien ein Volumen von rund 4,5 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Rüstungskonzern Rheinmetall ist einem Medienbericht zufolge in der engeren Auswahl für zwei milliardenschwere Aufträge über Radpanzer des Typs Boxer. Zum einen sei ein Konsortium um Rheinmetall einer der letzten drei Anbieter in dem Rennen um einen Auftrag über 800 Panzer in Großbritannien, berichtete die WirtschaftsWoche am Donnerstag ohne Angaben von Quellen. Dabei soll es sich um ein Auftragsvolumen von gut zwei Milliarden Euro handeln. Zudem sei Rheinmetall zusammen mit Krauss Maffei in einem Bieterverfahren des australischen Verteidigungsministeriums über 1200 Radpanzer unter die letzten zwei Anbieter gekommen.

Rheinmetall war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Konzernchef Armin Papperger hatte aber im Frühjahr bereits seine Hoffnung auf den 2,5-Milliarden-Auftrag in Australien geäußert. Er betonte, einer der wichtigsten Auslandsmärkte für Rheinmetall sei der fünfte Kontinent, der über die nächsten zehn Jahre ein Rüstungsprogramm über umgerechnet 127 Milliarden Euro aufgelegt habe.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

  • rtr
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