Rheinmetall Rüstungskonzern hebt Prognose leicht an

Wegen Auto-Boom und steigender Rüstungsgeschäfte hebt Rheinmetall die Prognose an. Für 2017 wird nun ein Umsatzanstieg von sechs statt vier Prozent erwartet. Die Rheinmetall-Aktien steigen kräftig an.
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Der Vorstandsvorsitzende der Rheinmetall AG blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Quelle: dpa
Armin Papperger

Der Vorstandsvorsitzende der Rheinmetall AG blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Auto-Boom und anziehende Rüstungsgeschäfte stimmen den Rheinmetall-Vorstand zuversichtlicher. „Wir haben das erste Halbjahr erfolgreich abgeschlossen. Deshalb können wir jetzt die Latte etwas höher legen und unsere Prognose nach oben anpassen“, sagte Konzernchef Armin Papperger am Donnerstag.

In der Autozulieferung profitiere Rheinmetall von der wachsenden Nachfrage nach neuen Technologien und günstigeren Kostenstrukturen im Konzern, im Bereich Defence von der Aufrüstung in Deutschland wie auch anderen Ländern.

Papperger peilt 2017 nun einen Umsatzanstieg um sechs Prozent an statt vier bis fünf Prozent. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll rund 6,5 Prozent erreichen statt 6,3 Prozent wie im Vorjahr.

Im ersten Halbjahr legten die Erlöse um acht Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu, das operative Konzernergebnis um 30 Prozent auf 134 Millionen Euro. Das Automobilgeschäft erlöste 1,465 Milliarden Euro (plus 8,6 Prozent) und verbuchte ein operatives Ergebnis von 129 (Vorjahr: 112) Millionen Euro.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

Die seit zwei Jahren wieder profitable Rüstungssparte setzte in den ersten sechs Monaten 1,34 Milliarden Euro um (plus 7,4 Prozent) und verdiente operativ 14 (zwei) Millionen Euro. Der Auftragsbestand summierte sich auf 6,66 (6,9) Milliarden Euro.

Bei den Anlegern kamen die Nachrichten gut an. Die Aktien gewannen im MDax um über drei Prozent auf 87,90 Euro zu und führten damit die Gewinnerliste an.

  • rtr
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