Rheinmetall
Scharfe Kritik an indischen Behörden

Ein Schweizer Tochterunternehmen von Rheinmetall steht in Indien unter Korruptionsverdacht und wurde vom dortigen Verteidigungsministerium über zehn Jahre von neuen Aufträgen ausgeschlossen. Der Konzern ist verärgert.
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DüsseldorfDer Mischkonzern Rheinmetall hat die Blockade seiner Schweizer Rüstungstochter durch indische Behörden scharf kritisiert. Rheinmetall fehle für die Entscheidung „jedes Verständnis“, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Sie sei für den Konzern „nicht nachvollziehbar“.

Die Schweizer Rheinmetall- Tochter Air Defence steht in Indien unter Korruptionsverdacht, Ermittlungen gegen sie waren bereits 2010 bekannt geworden. Damals hatte die Bundespolizei empfohlen, Rheinmetall auf eine schwarze Liste zu setzen.

Das indische Verteidigungsministerium hat nun bekanntgegeben, Rheinmetall Air Defence sei mit fünf anderen Unternehmen über zehn Jahre von neuen Aufträgen ausgeschlossen worden. Darüber berichtete auch die „Financial Times Deutschland“.

Rheinmetall hatte sein Rüstungsgeschäft in den vergangenen Jahren auch mit Zukäufen deutlich ausgebaut. Mit Indien machte der Konzern in der Vergangenheit relativ wenig Geschäfte mit Waffen, der Subkontinent gilt aber als Zukunftsmarkt für Rüstungstecnik.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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