Richemont
Teure Uhren und Schmuck sind wieder gefragt

Luxus ist wieder gefragt: Vor allem dank eines starken Wachstums in Asien und Amerika hat der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont hat in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres gute Geschäfte gemacht. Trotzdem gibt sich das Management weiter vorsichtig.
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HB ZÜRICH. Die vor allem in Asien und Nordamerika stark anziehende Nachfrage nach teuren Uhren, Schmuck und Lederwaren hat dem Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 zu einem kräftigen Umsatzschub verholfen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, stiegen die Verkaufserlöse im Berichtszeitraum um 37 Prozent und lagen damit ein Drittel über den Analystenschätzungen. Allerdings kommt dem Genfer Unternehmen dabei zu gute, dass es in Euro abrechnet; währungsbereinigt nahm der Umsatz um 22 Prozent zu. Richemont profitiert zudem von den schwachen Vergleichszahlen im Krisenjahr 2009/10. Im Vorjahr hatte vor allem das Großhandelsgeschäft von Lagerabverkäufen gelebt, was bei Richemont zu einem Umsatzeinbruch von 16 Prozent geführt hatte.

Laut Händler-Angaben nutzten viele Aktionäre die Gelegenheit, um einen Teil der Gewinne der letzten Handelstage einzustreichen auch wenn an den Zahlen fundamental nichts auszusetzen sei. Die Aktie lag zuletzt in einem etwas schwächeren Gesamtmarkt 1,7 Prozent im Minus.

Aufgrund des zweistelligen Umsatzwachstums stellt Richemont für das von April bis September dauernde erste Halbjahr eine deutliche Gewinnsteigerung in Aussicht. Trotzdem gibt sich das Management um den südafrikanischen Verwaltungsratspräsidenten Johann Rupert weiter vorsichtig. „Es ist viel zu früh, irgendwelche Rückschlüsse über die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung zu ziehen oder festzustellen, ob die Rezession wirklich überwunden ist“, so Rupert.

Der Konzern, der unter anderem Cartier-Schmuck, Uhren der Marke Jaeger-LeCoultre sowie Alfred-Dunhill-Lederwaren vertreibt, machte wie üblich keine Angaben zu den absoluten Verkaufszahlen oder zum Gewinn.

Analysten hatten für die ersten fünf Monate mit einem Umsatzanstieg von 26 Prozent zu laufenden und von 16 Prozent zu konstanten Wechselkursen gerechnet. Auch die Konkurrenten Swatch und LVMH hatten im ersten Halbjahr im Juwelen- und Uhrengeschäft zweistellige Umsatzzuwächse vermeldet.

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