Riechstoffhersteller: Givaudan kämpft mit starkem Franken

Riechstoffhersteller
Givaudan kämpft mit starkem Franken

Givaudan hat im vergangenen Jahr 252 Millionen Franken verdient. Vor allem der starke Franken und steigende Rohstoffkosten haben den Gewinn des weltgrößten Aromen- und Riechstoffherstellers schrumpfen lassen.
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ZürichDer starke Franken hat beim weltgrößten Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche Spuren in der Bilanz hinterlassen. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag schrumpfte der Reingewinn 2011 um gut ein Viertel auf 252 Millionen Franken (209 Millionen Euro) und damit stärker als von Analysten erwartet.

Der Umsatz des mit der deutschen Symrise konkurrierenden Konzerns sank um 7,6 Prozent auf 3,92 Milliarden Franken - ohne Berücksichtigung von Wechselkursen wäre er um 5,2 Prozent gestiegen. Stark negativ zu Buche schlug zudem, dass sich die Preise für wichtige Grundsubstanzen - etwa das Öl der Patschuli-Pflanze, Zitrus und Orange sowie Terpentin - deutlich verteuerten.

Nach den Worten von Konzernchef Gilles Andrier deutet sich bei den Rohstoffpreisen aber bereits wieder eine Entspannung an. Diese dürften im laufenden Jahr im schlimmsten Fall um zwei bis drei Prozent steigen, sagte Andrier der Nachrichtenagentur Reuters. Mit den eingeplanten Preiserhöhungen werde Givaudan daher in der Lage sein, negative Effekte durch höhere Rohstoffkosten aufzufangen. Anzeichen für eine Abschwächung der Nachfrage gebe es nicht, sagte er.

Die Ausschüttung an die Aktionäre will Givaudan weiter erhöhen: Für das abgelaufene Jahr schlägt der Aufsichtsrat eine Dividende von 22,00 Franken vor. Im Vorjahr hatte Givaudan noch 21,50 Franken je Aktie ausgezahlt. Die Givaudan-Aktie notierte dennoch 0,6 Prozent tiefer.

Givaudan bekräftigte, mittelfristig weiterhin schneller als die Konkurrenz wachsen zu wollen. Der Genfer Konzern peilt ein jährliches organisches Wachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent an, bei einem durchschnittlichen Marktwachstum von zwei bis drei Prozent. Große Hoffnungen setzt das Unternehmen dabei auf die Schwellenländer. Bis ins Jahr 2015 soll gut die Hälfte der Umsätze mit Riechstoffen und Aromen in Asien und Lateinamerika erzielt werden.

Dafür habe man im abgelaufenen Jahr große Investitionen in Anlagen in China, Brasilien, Mexiko, Argentinien und Russland getätigt, hieß es. Im abgelaufenen Jahr erzielte Givaudan bereits 42 Prozent seiner Umsätze in Schwellenländern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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