Riesiges Werk eröffnet
Bayer setzt auf China

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer-Konzern hat am Dienstag bei Schanghai ein riesiges neues Chemiewerk in Betrieb genommen. Der Bau hat einen Milliardenbetrag gekostet. Dank der boomenden Wirtschaft im Reich der Mitte peilt das Leverkusener Unternehmen auch in diesem Jahr ein kräftiges Umsatzwachstum dort an.

HB CAOJING. Bayer-Chef Werner Wenning sagte bei der Eröffnungsfeier am Montag, das starke Wirtschaftswachstum in China ermögliche große Investitionen. Bayer wolle weiterhin schneller als der Markt wachsen und seine Präsenz in China ausbauen.

Die 1,4 Mrd. Euro teure Fabrik ist die bislang höchste Investition von Bayer in ein einzelnes Projekt. In den drei einzelnen Anlagen werden Polycarbonate, Schaumstoff-Vorprodukte und Lack-Rohstoffe hergestellt. Das Werk in Caojing soll bis 2008 vollständig stehen.

Die Kunststoff-Sparte Material Science, zu der auch die neue Fabrik gehört, ist der wichtigste Bereich von Bayer in China. Die Sparte werde 2006 dort erstmals mehr als 1 Mrd. Euro Euro Umsatz machen nach rund 800 Mill. Euro im Vorjahr, prognostizierte Wenning. Insgesamt hatten die Leverkusener, die seit 1882 im Reich der Mitte tätig sind, 1,26 Mrd. Euro umgesetzt.

Bayer peile 2006 in der Region China, zu der der Konzern neben der Volksrepublik auch Taiwan und Hongkong zählt, ohne den zugekauften Pharmahersteller Schering ein Umsatzplus von rund 20 Prozent an, sagte Wenning. "Ob es am Ende 18 Prozent oder sogar 22 Prozent werden, weiß ich nicht," fügte er hinzu.

Wie andere Chemiekonzerne profitiert Bayer derzeit von der rasant wachsenden chinesischen Wirtschaft. Immer mehr Abnehmer etwa aus der Automobilindustrie sind inzwischen dort in großem Umfang tätig. Allein im zweiten Quartal dieses Jahres wuchs das Bruttoinlandsprodukt in China um 11,3 Prozent.

Seite 1:

Bayer setzt auf China

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%