Rio Tinto
Verhandlung mit CSN über Riversdale-Anteil

Der Bergbau-Riese Rio Tinto will nun von der brasilianischen CSN Anteile an Riversdale kaufen, um seine Milliardenofferte für den Minen-Betreiber Riversdale zu retten.
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Melbourne/Sydney

Der australische Bergbau-Gigant Rio Tinto verhandelt Kreisen zufolge mit der brasilianischen CSN, um seine Milliardenofferte für den Minen-Betreiber Riversdale zu retten. Ein Ergebnis der Gespräche werde noch für Dienstag erwartet, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Rio Tinto bietet 3,9 Milliarden australische Dollar. CSN hält zusammen mit der indische Tata Steel 47 Prozent an Riversdale. CSN erhöhte seinen Anteil kürzlich auf 19,9 Prozent. Zum Angebot von Rio Tinto hat sich der größte Stahlkonzern Brasiliens aber bislang nicht öffentlich geäußert.

Aus Kreisen hieß es jedoch, weder CSN noch Tata würden ein Scheitern der Milliardenofferte anstreben. Beide Konzerne würden aber zögern, ihren Anteil zu reduzieren, weil das ihre Handelsmacht bei der Kontrolle des Kohlenachschubs einschränken würde. Bislang konnte sich Rio Tinto aber lediglich rund 41 Prozent der Riversdale-Anteile sichern und verfehlte damit weiterhin das an das Angebot geknüpfte Ziel von 50 Prozent.

Die Übernahme würde Rio Tinto Zugang zu großen Mengen an hochwertiger Kokskohle verschaffen. Aus dem Rohstoff wird Koks erzeugt, der zur Roheisen-Produktion in Hochöfen benötigt wird. Entsprechende Kokskohle-Lagerstätten beutet Riversdale in Mosambik aus. Experten erwarten, dass das Land im Süden Afrikas in den kommenden Jahren zum zweitwichtigsten Kokskohle-Exporteur der Welt aufsteigen wird. Der Rohstoff ist vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern Indien und China begehrt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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