Das Übernahmegebot des weltgrößten Bergbaukonzerns BHP Billiton
für den Rivalen Rio Tinto
ist nach Ansicht der Rio-Tinto-Führung deutlich zu niedrig. Die Offerte in Höhe von 130 Milliarden Dollar sei weit von der richtigen Größenordnung entfernt, sagte Rio-Tinto-Chef Tom Albanese – und rechnete vor warum.
Eine Maschine in einer australische Mine von BHP Billiton. Das Unternehmen greift nach dem Rivalen Rio Tinto. Archiv: Foto
HB SYDNEY. Der deutlich über das BHP-Gebot gekletterte Aktienkurs bestätige, dass BHP Rio Tinto
zu niedrig bewerte und sein Potenzial nicht anerkenne, so Rio-Tinto-Chef Albanese am Sonntag im australischen Fernsehen. BHP hat drei eigene Aktien für jeden Rio-Tinto-Anteilsschein geboten. Der Rio-Tinto-Kurs liegt derzeit rund 17 Prozent darüber.
BHP hatte seine Pläne für einen Großkonzern mit einem Marktwert von 350 Milliarden Dollar Anfang November vorgelegt und damit Kritik bei europäischen und asiatischen Stahlherstellern ausgelöst. Die Schwerindustrie sorgt sich, dass ein fusionierter Bergbaugigant die Metallpreise diktieren würde.
Auch deutsche Hersteller wie Thyssen
-Krupp
und Salzgitter
sehen sich durch die geplante Fusion massiv unter Druck gesetzt.

