Roboter- und Anlagenbauer
US-Autoriesen belasten Kuka

Kuka zittert vor der Insolvenz von Chrysler und General Motors. Schon jetzt ist aber die schwache Autonachfrage deutlich spürbar: Der Roboter- und Anlagenbauer ist zu Jahresbeginn in die Verlustzone gerutscht.

HB AUGSBURG. Durch die Insolvenz des US-Großkunden Chrysler drohen Kuka Belastungen von insgesamt rund 108 Mio. Euro. 88 Mio. Euro resultierten aus der Finanzierung eines Werks, hieß es. Weitere rund 20 Mio. Euro an Risiken kämen durch den Betrieb des Werks zustande. "Ob beziehungsweise in wie weit diese Forderungen wertberichtigt werden müssen, kann noch nicht abschließend beurteilt werden und hängt vom weiteren Verlauf des Gläubigerschutzverfahrens nach Chapter elf für Chrysler ab", teilte Kuka am Dienstag in seinem Zwischenbericht zum ersten Quartal mit.

Die Augsburger betreiben für den ums Überleben kämpfenden US-Autobauer eine Produktionsanlage für die Karosserie des Jeep Wrangler. Auch die Finanzierung des Werks hatten die Deutschen übernommen. KUKA gehe davon aus, dass der Betrieb angesichts der Absatzzahlen fortgeführt werde, hieß es. Das Unternehmen musste aber einräumen, dass wegen der Insolvenz von Chrysler seit dem 4. Mai die Produktion stillsteht.

Durch die im Raum stehende Insolvenz des Chrysler-Rivalen General Motors (GM) und dessen Tochter Opel bestehen nach Angaben von KUKA weitere Risiken von um die 8 Mio. Euro. Für Kuka wäre dies ein schwerer Schlag. Im ersten Quartal waren die Bestellungen von neuen Produktionsanlagen und Robotern um fast die Hälfte eingebrochen, KUKA schrieb unterm Strich einen Verlust von 1,8 Mio. Euro.

Das Ergebnis im ersten Quartal sei unterm Strich von plus 9,8 auf minus 1,8 Mio. Euro gedreht. Operativ blieb Kuka knapp in der Gewinnzone, verzeichnete aber einen Ergebnisrückgang von 15,8 auf 0,2 Mio. Euro. Einen erheblichen Auftrags- und Umsatzrückgang hatte Kuka bereits Ende April mitgeteilt und auch bereits die Zuversicht geäußert, im Gesamtjahr ein ausgeglichenes bis leicht positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zu schaffen. Dabei klammert das Unternehmen aber ausdrücklich mögliche Insolvenzrisiken von Großkunden aus.

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