Roboterbauer
Kuka erzielt weniger Gewinn

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat im dritten Quartal zwar seinen Umsatz gesteigert, dabei aber weniger verdient. Außerdem brach der Auftragseingang erheblich ein. Das Problem ist die Flaute bei den Kunden aus der Autobranche.

HB MüNCHEN. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft sank um 26 Prozent auf 11,8 Mio. Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 343,1 Mio. Euro, während der Auftragseingang um zwölf Prozent auf 292,1 Mio. Euro nachgab. Analysten hatten im Schnitt mit 327 Mio. Euro Umsatz und elf Mio. Euro Nettogewinn gerechnet

Kuka ist angesichts flauer Verkäufe seiner wichtigen Autokunden vorsichtiger fürs Gesamtjahr geworden. Das Unternehmen will nun einen bereinigten Auftragseingang auf Höhe des Vorjahres erreichen, nachdem bislang ein Plus von 7 Prozent angestrebt war, wie Kuka mitteilte. Die Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll aber weiterhin bei 5,5 Prozent liegen

Kuka hofft zwar darauf, dass die Autobauer neue Produktionsanlagen für verbrauchsärmere Modelle ordern. „Kurzfristig“ sei jedoch von einer „rückläufigen Nachfrage, insbesondere bei größeren Anlagenaufträgen“ auszugehen. So sanken im dritten Quartal die Aufträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 292,1 Mio. Euro. Analysten hatten bereits mit einem Rückgang gerechnet, allerdings nicht so stark. Insbesondere die größere Anlagensparte büßte kräftig ein, während der kleinere Roboterbau immer noch zulegte.

Noch ist das Auftragsbuch mit 656,2 Mio. Euro aber gut gefüllt. Entsprechend stieg der Umsatz von Juli bis September um acht Prozent auf 343,1 Mio. Euro. Die Analysten hatten nur mit einem halb so starken Anstieg gerechnet. Auch das Ergebnis überraschte positiv, wenngleich sich das EBIT leicht von 20,8 auf 20,0 Mio. Euro verschlechterte. Allerdings hatten Grundstücksverkäufe den Gewinn im Vorjahreszeitraum um drei Mio. Euro erhöht. Unterm Strich sank das Ergebnis von 16,0 auf 11,8 Mio. Euro.

KUKAs Hoffnungen für die nähere Zukunft ruhen auf der renditestarken Robotersparte. Hier geht das Unternehmen „von einem weiter stabil wachsenden Geschäft aus“. Kuka hat sich in jüngster Zeit verstärkt von der Autoindustrie emanzipiert und war mit seinen Robotern etwa in den Flugzeug-Bau vorgestoßen - eine Branche, die bislang noch stark von Handarbeit geprägt ist. Mittelfristig soll der Anteil der sogenannten General Industry am Geschäft auf knapp ein Drittel ansteigen.

Der Umsatz stieg getrieben von alten Aufträgen von 317,9 auf 343,1 Millionen Euro (Prognose 324,1 Mio Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich nur leicht von 20,8 auf 20,0 Millionen Euro (Prognose 18,1 Mio Euro); allerdings hatten Grundstücksverkäufe das Ergebnis im Vorjahreszeitraum um 3 Millionen Euro verschönert. Unterm Strich sank der Gewinn von 16,0 auf 11,8 Millionen Euro (Prognose 10,8 Mio Euro).

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