Roboterbauer

Kuka gibt US-Rüstungsgeschäft ab

Der deutsche Roboterbauer Kuka soll von chinesischen Investoren übernommen werden. Damit die US-Behörden dem zustimmen, hat das Unternehmen sein militärisch wichtiges Flugzeugindustrie-Geschäft verkauft.
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Mehrere Schweißroboter des Herstellers Kuka arbeiten an Karossen des Modells Panamera im Porsche Werk Leipzig. Quelle: dpa
Kuka-Roboter

Mehrere Schweißroboter des Herstellers Kuka arbeiten an Karossen des Modells Panamera im Porsche Werk Leipzig.

(Foto: dpa)

AugsburgDer deutsche Roboterbauer Kuka verkauft sein auch militärisch wichtiges Flugzeugindustrie-Geschäft in den USA und macht damit den Weg für seine Übernahme durch chinesische Investoren frei. Der Bereich sei an das US-Unternehmen Advanced Integration Technology verkauft worden, teilte Kuka am Donnerstag in Augsburg mit. Für die Zustimmung der US-Behörden zum Verkauf von Kuka nach China sei der Verkauf dieser Sparte eine wichtige Voraussetzung.

Kuka-Chef Till Reuter hatte den Verkauf bereits angekündigt, weil „sich unsere zivilen und militärischen Aktivitäten in dem Bereich Aerospace in den USA nicht wirklich gut trennen lassen“. Danach könnte die Übernahme durch den chinesischen Konzern Midea im ersten Quartal 2017 abgeschlossen werden.

Diese deutschen Firmen gehören jetzt Chinesen
Biotest (2017)
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Das Biotechunternehmen aus Dreieich wird von chinesischen Investoren übernommen. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilte Biotest im April 2017 mit. Großaktionär Ogel, der bereit knapp über 50 Prozent an dem Unternehmen hält, unterstütze die Transaktion und werde seine Aktien andienen. Mit Biotest nimmt Creat ein weiteres Unternehmen ins Visier, das im Bereich Plasmaproteinprodukte tätig ist. Erst im vergangenen Jahr hatten die Chinesen die britische Firma Bio Products für rund 944 Millionen Euro gekauft. Biotest hat sich neben Plasmaproteinprodukten auf biotherapeutische Arzneimittel konzentriert.

Kuka (2016)
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Das Augsburger Unternehmen Kuka baut nicht nur Roboter, sondern ist auch Systemanbieter rund um die digital vernetzte Industrie – und ein Vorzeigeunternehmen. Rund 4,6 Milliarden Euro hat der chinesische Hausgeräte-Hersteller Midea im Sommer 2016 für den Erwerb von Kuka auf den Tisch gelegt. Eine Investition, die sich zu lohnen scheint: So konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 neue Aufträge im Rekordwert von 3,4 Milliarden Euro verbuchen – dies entspricht einem Zuwachs von über 20 Prozent. Kuka hat weltweit rund 13.200 Mitarbeiter.

Krauss-Maffei (2016)
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Im Januar 2016 verkauft der Finanzinvestor Onex den Münchener Spezialmaschinenbauer Krauss-Maffei an ein Konsortium um die staatliche National Chemical Corporation (Chemchina). Der größte Chemiekonzern des Landes zahlt 925 Millionen Euro für den traditionsreichen Hersteller von Spritzgießmaschinen für die Kunststoff- und Gummi-Verarbeitung.

Koki & Hilite (2014)
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Das chinesische Unternehmen Avic Electromechanical Systems (Avicem) – eine Tochter der staatlichen Unternehmensgruppe Aviation Industry Corporation of China (Avic) – übernimmt 2014 den sächsischen Autozulieferer Koki. Ein Kaufpreis wird nicht genannt. Avic übernimmt im selben Jahr einen weiteren Autozulieferer: Für 473 Millionen Euro kauft sich das chinesische Unternehmen bei Hilite ein.

Tailored Blanks (2013)
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Der Industriegüterkonzern Thyssen-Krupp schließt 2013 den Verkauf seiner Tochter an den chinesischen Stahlkonzern Wuhan Iron and Steel (Wisco) ab. Zum Preis machen beide Seiten keine Angaben.

Putzmeister (2012)
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Der Betonpumpenhersteller Putzmeister wurde 2012 von Firmengründer Schlecht an den chinesischen Baumaschinen-Riesen Sany Heavy Industry verkauft. Die ließen sich die Übernahme des Weltmarktführers für Autobetonpumpen rund 320 Millionen Euro kosten.

Kiekert (2012)
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Noch ein Weltmarktführer in chinesischer Hand: Der Autozulieferer Kiekert wird 2012 vom Pekinger Automobilzulieferer Lingyun übernommen. Das Unternehmen ist der Erfinder der Zentralverriegelung und Spezialist für Autoschlösser.

Midea will nach seinem erfolgreichen Kaufangebot 95 Prozent der Aktien des deutschen High-Tech-Unternehmens übernehmen. Fast alle Genehmigungsbehörden haben bereits grünes Licht gegeben. Kuka gilt als ein Schlüsselunternehmen der Industrie 4.0.

  • dpa
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