Roboterbauer
Kuka rüstet sich für die Expansion

Der Augsburger Roboterhersteller Kuka blickt mit Zuversicht auf das kommende Geschäftsjahr. Mit der Erholung der Autobranche kommt das Unternehmen aus der Krise. Die Planungen für 2011 wird es wohl übertreffen. Um den Abstand zu den Schwergewichten der Branche zu verringern, erweitert Kuka seine Präsenz zudem in den Schwellenländern.
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FRANKFURT. "Wir haben Aufträge von rund 700 Millionen Euro im Bestand. Vor dem Hintergrund habe ich ein gutes Gefühl, dass 2011 ein gutes Jahr wird", sagte Vorstandschef Till Reuter im Gespräch mit dem Handelsblatt. Der Umsatz und auch das Ergebnis sollten weiter steigen, so Reuter. Die Aussagen Reuters trieben den Aktienkurs von Kuka an. Mit einem Plus von 1,4 Prozent zählten die Titel zu den größten Gewinnern im SDax.

Auch wenn der seit Oktober 2009 amtierende Kuka-Chef keine konkrete Prognose nannte, zeichnet sich ab, dass die bislang geplante Umsatzgröße von 1,1 Milliarden Euro übertroffen wird. Denn: In dem Planwert ist das Wachstum in China nicht eingepreist.

Dabei boomt China. Das Land ist mit einem erwarteten Absatz von 15 Millionen Fahrzeugen in diesem Jahr der weltweit größte Markt für die Autohersteller geworden. Um die Nachfrage zu befriedigen, bauen Volkswagen, Ford und General Motors ihre Kapazitäten in dem Land aus. Alleine VW will bis 2012 rund sechs Milliarden Euro investieren.

Neue, günstigere Produktpalette

Einiges von dem Geld wird in der Kasse der Kuka AG landen. Das Unternehmen zählt nach den japanischen Branchenführern Fanuc und Yaskawa Electric und neben ABB zu den führenden Herstellern von Robotern - und beliefert vor allem die Autoindustrie. Um den Abstand zu den Schwergewichten zu verringern, erweitert Kuka nun seine Präsenz in den Schwellenländern. Die Fabrik in China wird dazu auf eine Kapazität von 5 000 Robotern jährlich ausgebaut.

Die Expansion erfolgt in zwei Stufen. In einem ersten Schritt folgt Kuka seinen westlichen Kunden, wozu Volkswagen und Ford zählen. In Asien würden nun Roboter für Asien gebaut, sagte Reuter. In einem zweiten Schritt wollen die Bayern neue lokale Kunden gewinnen. "Diese zweite Phase läuft jetzt an."

Der Kuka-Chef will dafür eine neue, günstigere Produktpalette entwickeln lassen, die auf die Bedürfnisse der lokalen Hersteller in Brasilien, China, Indien und Russland (BRIC) zugeschnitten ist. "Wir brauchen einen BRIC-Roboter, die Frage ist nur, wie der aussehen soll", sagte er. Abstriche bei der Qualität werde es nicht geben.

Maschinenbauer wie Heideldruck und Kion haben bereits Anlagen für den BRIC-Raum entwickelt, die mit weniger Hightech auskommen und damit auch weniger kosten.

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