Roboterbauer: Kuka schließt 2009 mit tiefroten Zahlen

Roboterbauer
Kuka schließt 2009 mit tiefroten Zahlen

Der Roboterbauer Kuka hat 2009 weit höhere Verluste geschrieben als erwartet. Auch 2010 erwartet das Unternehmen kein Ende der roten Zahlen. Von den Hauptkunden in der Automobilindustrie und im Maschinenbau kamen während der Krise weit weniger Aufträge.
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HB MÜNCHEN. Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka ist 2009 unerwartet tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Betriebsverlust (Ebit) belief sich laut vorläufigen Zahlen von Dienstag auf 52,9 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust auf Ebit-Basis von 41 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahr war noch ein Betriebsgewinn von 52 Millionen Euro angefallen.

Als Gründe für die roten Zahlen nannte Kuka deutliche Umsatzeinbrüche, geringe Kapazitätsauslastung und Sanierungskosten in Höhe von 38,6 Millionen Euro, vor allem für Abfindungen. Die Erlöse sackten wegen der Krise in den Hauptabnehmerbranchen Automobil- und Maschinenbau um 28,7 Prozent auf 902,1 Millionen Euro ab. Der Auftragseingang schrumpfte um 29,4 Prozent auf 903,3 Milliarden Euro.

Vorstandschef Till Reuter sagte, im vierten Quartal habe sich das operative Geschäft belebt. Zudem habe Kuka deutliche Fortschritte bei der Kostensenkung gemacht. Der neue Vorstand fürs Tagesgeschäft, Walter Bickel, hatte vor kurzem angekündigt, die Kosten durch Kurzarbeit, Gehaltskürzungen oder der Streichung von Boni und Weihnachtsgeld kräftig zu drücken. Er zweifelte aber an dem Ziel, 2010 wieder Gewinne zu schreiben.

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