Roboterbauer
Kuka verschärft Sparprogramm

Nach einem massiven Auftragseinbruch verschärft der Roboter- und Anlagenbauer Kuka seinen Sparkurs und denkt auch über Entlassungen nach. Die Kosten sollen in diesem Jahr um mehr als die bisher geplanten 50 Mio. Euro sinken, kündigte der Konzern in Augsburg an, ohne eine Größenordnung nennen zu wollen.

HB MÜNCHEN. Betriebsbedingte Kündigungen seien als letzte Konsequenz nicht auszuschließen, sagte Finanzchef Matthias Rapp. „Wenn sich die Krise verschärft, muss man die Karten neu legen.“

Mit den Arbeitnehmervertretern laufen Gespräche über weitere Kostensenkungen. Dazu zählen laut Kuka die Einführung von Kurzarbeit, die Verschiebung von Tariferhöhungen, die Überprüfung von Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Kapazitätsanpassungen. Die Verhandlungen sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden, sagte Rapp. In Ostdeutschland werde bereits in einem Werk mit Kurzarbeit begonnen. „Es ist nicht auszuschließen, dass es an den meisten deutschen Standorten zu Kurzarbeit kommen wird.“ Die Zahl der Leiharbeiter werde sukzessive weiter reduziert.

Im ersten Quartal sackte der Auftragseingang nach vorläufigen Zahlen auf rund 214 (Vorjahreszeitraum: 404,3) Mio. Euro ab. Die Nachfrage sei sowohl in der Autoindustrie, mit der Kuka den Großteil seines Geschäfts macht, als auch in anderen Branchen zurückgegangen. Ab Mitte Februar sei der Auftragseingang eingebrochen, besonders im Systemgeschäft, aber auch in Branchen wie Maschinenbau, Nahrungsmittel- und pharmazeutische Industrie. „Wir haben mit einem schwachen Quartal gerechnet, aber nicht angenommen, dass es auf diesem niedrigen Level liegen würde.“

Der Umsatz fiel auf 227 (280,2) Mio. Euro. Beim Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbuchte Kuka laut Finanzchef „eine schwarze Null“; Details wollte er nicht nennen. Netto dürfte der Konzern einen Verlust eingefahren haben. Den Quartalsbericht will Kuka im Mai vorlegen. Für 2009 peilt Kuka nach der Restrukturierung „ein ausgeglichenes bis leicht positives Betriebsergebnis“ an. Rapp sagte, er rechne nicht vor Mitte oder Ende 2010 mit einer Verbesserung in den Märkten. „Wir müssen uns warm anziehen, und das tun wir.“

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