Roboterbauer: Kuka will von Niedrigzinsen profitieren

Roboterbauer
Kuka will von Niedrigzinsen profitieren

Die niedrigen Zinsen kommen dem Roboter- und Anlagenbauer Kuka zugute: So kann das Augsburger Unternehmen eine hoch verzinste Anleihe zurückzahlen. Andere Bedingungen an den Märkten sind für Kuka weniger positiv.
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FrankfurtDer Roboter- und Anlagenbauer Kuka will von den anhaltend niedrigen Zinsen profitieren: Im neuen Jahr werde das Augsburger Unternehmen eine hoch verzinste Anleihe zurückzahlen, sagte Finanzchef Peter Mohnen der „Börsen-Zeitung“ (Samstagausgabe). Im November könne es den kompletten Bond vom Markt nehmen. „Wir sprechen hier von 15 Millionen Euro Zinsen im Jahr, die von dem Zeitpunkt an nicht mehr anfallen werden“, sagte der Finanzchef. „Das ist erheblich und entspricht etwa einem Viertel des Jahresüberschusses von Kuka.“

Andere Bedingungen an den Märkten sind für Kuka weniger positiv: So trage auch die Abwertung des japanischen Yen dazu bei, dass Kuka mit einem Rückgang der operativen Marge in der Robotersparte auf 9,5 Prozent rechne. 2013 habe die Ebit-Rendite noch bei über zehn Prozent gelegen. Allerdings werde Kuka auch mehr Geld in die Forschung und Entwicklung und in den Vertrieb stecken. Die zweite Konzernsparte Systeme werde ihren Aufwärtstrend dagegen fortsetzen und die Marge auf rund sechs Prozent steigern, sagte Mohnen. Insgesamt werde die operative Rendite 2014 auf dem Niveau des abgelaufenen Jahres von 6,5 Prozent stagnieren, sagte er voraus.

Der Konzern macht rund 70 Prozent seiner Umsätze von rund 1,8 Milliarden Euro mit der Autoindustrie. Großkunden sind etwa VW und Daimler und die „Big 3“, die drei führenden US-Autobauer GM, Ford und Chrysler. Weil die deutschen Oberklasse-Hersteller die Absatzflaute in Europa durch gute Verkaufszahlen in anderen Teilen der Welt wettmachten, blieb Kuka als Lieferant von Produktionsrobotern und kompletten Fertigungsstraßen lange Zeit von der Krise auf dem Heimatkontinent verschont. Zuletzt verbuchten aber auch Kuka Rückgänge. In Europa macht das Unternehmen rund die Hälfte seines Geschäfts.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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