Roche im Glück
Pharmariese hebt dank Blockbustern Prognose an

Ein deutliches Plus bei verschreibungspflichtigen Medikamenten und den hauseigenen Blockbustern sorgt bei Roche für gute Stimmung. Der Schweizer Pharmakonzern hebt nach Zuwächsen seine Jahresprognose an.

ZürichDer Schweizer Roche-Konzern ist nach drei Quartalen besser als geplant unterwegs und hat seine Umsatzprognose angehoben. Die Verkaufserlöse sollen im ganzen Jahr währungsbereinigt um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag zulegen, wie Roche am Donnerstag mitteilte. Bislang hatte der Konzern einen niedrigen bis mittleren einstelligen Anstieg in Aussicht gestellt.

Der bereinigte Gewinn je Genussschein und Aktie soll weiterhin stärker als die Verkaufserlöse anziehen. „Die Verkäufe haben sich auch im dritten Quartal stark entwickelt. Deshalb erhöhen wir den Ausblick für das Gesamtjahr“, erklärte Roche-Chef Severin Schwan.

Von Januar bis September stieg der Umsatz Wechselkurseffekte ausgeschlossen um sechs Prozent auf 35,5 Milliarden Franken (32,7 Milliarden Euro). In Franken gerechnet betrug das Plus zwei Prozent.

Die Stärke der Konzernwährung zehrte die Zuwächse in Euro und Yen - in Europa und Japan setzt der Konzern viel ab - wieder auf. Roche übertraf damit die Erwartungen der Analysten leicht. Diese hatten im Schnitt 35,4 Milliarden Franken Umsatz prognostiziert. Vorbörslich stieg der Titel um 1,7 Prozent.

Die Verkäufe von verschreibungspflichtigen Medikamenten, die mehr als drei Viertel des Konzernumsatzes ausmachen, stiegen wechselkursbereinigt um sechs Prozent auf 27,7 Milliarden Franken. Vor allem die jüngst auf den Markt gebrachten Brustkrebs-Medikamente legten kräftig zu: Die Umsätze mit Perjeta und Kadcyla stiegen um 66 und 57 Prozent.

Auch die Blockbuster MabThera, Avastin und Herceptin mit jeweils rund fünf Milliarden Franken Umsatz verzeichneten zum Teil prozentual zweistellige Umsatzzuwächse. Das Lungenmedikament Esbriet, das vergangenen November auf den Markt kam, trug 386 Millionen Franken zum Konzernumsatz bei. Die Arznei zur Behandlung von Lungenfibrose stammt von der im August für 8,3 Milliarden Dollar übernommenen Firma InterMune.

Die wesentlich kleinere Diagnostik-Sparte wuchs währungsbereinigt um sechs Prozent, in Franken stand ein leichtes Plus von einem Prozent zu Buche.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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