Roche trotzt starkem Franken
Schweizer Pharmakonzern legt kräftig zu

Durch die Franken-Aufwertung werden aus der Schweiz exportierte Produkte für das Ausland teurer. Dennoch legt der Schweizer Pharmakonzern Roche im ersten Quartal deutlich zu und steigert seinen Umsatz um drei Prozent.
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BaselDer Schweizer Pharmariese Roche sieht sich nach dem ersten Quartal auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Neben der Nachfrage nach Brustkrebsmedikamenten trieben die stark anziehenden Verkäufe des Lungenmedikaments Esbriet den Umsatz im Auftaktquartal nach oben. Der Verkaufserlös stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um drei Prozent auf 11,8 Milliarden Franken (11,5 Milliarden Euro).

„Insgesamt sind wir auf gutem Weg, unsere Ziele für das Gesamtjahr 2015 zu erreichen“, erklärte Konzern-Chef Severin Schwan am Mittwoch. Roche peilt währungsbereinigt ein Umsatzplus um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag an. Nach drei Monaten standen währungsbereinigt fünf Prozent Umsatzwachstum zu Buche. Der bereinigte Gewinn je Titel soll 2015 stärker als der Umsatz zulegen. Seinen Aktionären stellt der Basler Konzern eine weitere Dividendenerhöhung in Aussicht.

Die Verkaufserlöse mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zogen unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen um vier Prozent auf 9,3 Milliarden Franken an. Vor allem die jüngst auf den Markt gebrachten Brustkrebsmedikamente legten kräftig zu: Der Umsatz mit Perjeta und Kadcyla stieg jeweils um gut 80 Prozent, wobei die absoluten Beiträge mit 322 Millionen Franken beziehungsweise 179 Millionen Franken noch vergleichsweise gering sind.
Doch auch die Blockbuster MabThera, Avastin und Herceptin mit jeweils mehr als eine Milliarden Franken Umsatz legten zum Teil zweistellig zu. Das Lungenmedikament Esbriet, das im November in den USA auf den Markt kam, trug 88 Millionen Franken zum Konzernumsatz bei. Die Arznei zur Behandlung von Lungenfibrose stammt von der im August für 8,3 Milliarden Dollar übernommenen Firma InterMune. Analysten trauen dem Medikament Milliardenumsätze zu. Die wesentlich kleinere Diagnostik-Sparte wuchs um sechs Prozent.

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