Rohstoff-Giganten
Xstrata prüft neues Übernahmengebot von Glencore

In die geplante Milliarden-Übernahme der Rohstoffbranche kommt wieder Bewegung. Der Bergbaukonzern Xstrata prüft ein aufgestocktes Angebot des Rohstoffhändlers Glencore. Der kam dem Minenbetreiber entgegen.
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LondonDer Bergbaukonzern Xstrata will ein aufgestocktes Übernahmeangebot des Rohstoffhändlers Glencore zwei Wochen lang prüfen. Das kündigte der Verwaltungsrat des schweizerisch-britischen Konzerns am Montag an. Glencore hatte am Freitag bekanntgegeben, den Preis auf rund 36 Milliarden US-Dollar anzuheben. Zugleich reklamierte der Konzern aber praktisch die ganze Macht nach einem Zusammenschluss beider Unternehmen für sich und fing sich damit zunächst die Abweisung der Xstrata-Kontrolleure ein.

In dem Angebot gab sich Glencore zurückhaltender. Zwar betonte der Konzern, die angehobene Offerte sei das letzte Wort. Zugleich versicherte Glencore aber, an anderen mit Xstrata bereits getroffenen Vereinbarungen nun doch nicht rütteln zu wollen. Glencore bietet 3,05 eigene Aktien je Anteil des schweizerisch-britischen Bergbaukonzerns, bislang wollte der Konzern nur 2,8 Aktien bezahlen.

Am Freitag hatte es noch so ausgesehen, als könne aus dem „Zusammenschluss unter Gleichen“ eine feindliche Übernahme werden. Ziel bleibe ein einvernehmliches Geschäft, hieß es jetzt. Wichtige Xstrata-Großaktionäre wie der Golfstaat Katar hatten das ursprüngliche Angebot als zu niedrig zurückgewiesen. Am Wochenende hielt sich der Staatsfonds Qatar Holding zunächst offen, ob er die neue Offerte annimmt.
Glencore und Xstrata hatten sich bereits im Februar auf den Zusammenschluss verständigt und für das Geschäft geworben. Mit der Übernahme von Xstrata durch Glencore soll eine Gesellschaft mit einem Jahresumsatz von fast 210 Milliarden Dollar entstehen.

Gemeinsam würden die beiden Unternehmen die gesamte Kette der Wertschöpfung von der Förderung über den Transport bis zum Verkauf von Bodenschätzen unter einem Dach vereinen und damit über eine entsprechende Marktmacht verfügen. Beide Konzerne haben vor allem aus steuerlichen Gründen ihren Hauptsitz nur wenige Kilometer voneinander entfernt im Schweizer Kanton Zug.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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