Rohstoff-Konzerne
Bergbaukonzerne wollen mehr Kupfer abbauen

Die Schwergewichte BHP und Rio Tinto glauben, dass die Weltkonjunktur wieder Tritt fasst und investieren Milliarden in eine chilenische Kupfermine. Der Preis des Rot-Metalls ist seit Jahresbeginn deutlich gestiegen.
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Die Rohstoffkonzerne BHP Billiton und Rio Tinto stecken gemeinsam gut vier Milliarden Dollar in den Ausbau der weltweit größten Kupfermine Escondida. Mit dem großen Investment im Norden von Chile signalisieren die Rohstoffkonzerne nach Meinung von Branchenexperten ihr Vertrauen in eine gute Entwicklung der Weltwirtschaft.

Kupfer gilt als wichtiges Konjunkturbarometer. Das rote Metall steckt in Kühlschränken und Heizungen, Häusern und Autos, Klimaanlagen und Industriemaschinen.

Vor allem die Nachfrage aus China hat den Kupferpreis vor einem Jahr auf ein Rekordniveau von über 10.000 Dollar pro Tonne getrieben. Inzwischen ist der Rohstoff zwar deutlich billiger geworden, zuletzt stieg der Preis aber wieder – um zehn Prozent seit Anfang dieses Jahres auf gestern gut 8500 Dollar. Kurz nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers 2008 kostete Kupfer noch nicht einmal halb so viel. Bis Jahresende sagen Analysten von Credit Suisse einen Kupferpreis von 9500 Dollar pro Tonne voraus und begründen die Aufwärtsentwicklung mit Angebotsengpässen.

BHP Billiton ist der Mehrheitseigner der chilenischen Kupfermine, Rio Tinto ist mit knapp einem Drittel beteiligt. Die Unternehmen wollen die jährlich geförderte Kupfermenge in der Escondida-Mine von 990.000 auf mehr als 1,3 Millionen Tonnen bis Juni 2015 steigern. Aus dem Bergwerk stammen sieben Prozent des weltweit verwendeten Kupfers.

BHP Billiton will zudem rund 200 Millionen Dollar in eine kleinere Kupfermine im US-Bundesstaat Arizona stecken, die der Konzern seit 2009 brachliegen ließ. Vor allem diese Investition hat Branchenexperten überrascht. BHP Billiton sei offenbar sehr zuversichtlich, was die Aussichten auf dem Kupfermarkt und die Kostenstrukturen bei der Mine in Arizona angehe, sagte Ric Ronge von der australischen Fondsgesellschaft Pengana der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Ausbau der Kupferminen ist Teil eines massiven Investitionsprogramms bei BHP Billiton. Bis 2015 will der Konzern 80 Milliarden Dollar in künftiges Wachstum stecken.

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