Rohstoffe
Bergbau: Zulieferer leiden heftig

Die Zulieferer der Bergbaukonzerne bekommen die Auswirkung von deren Sparkurs zu spüren. Es werden reihenweise Projekte verschoben und gestrichen, weil wegen der gesunkenen Rohstoffpreise viele Projekte nicht mehr rentabel sind oder die Finanzierung klemmt.

DÜSSELDORF. "Wir erwarten in der Branche auch von anderen Unternehmen Anfragen für Verschiebungen", sagte Paul Rheinländer, Geschäftsführer der Bochumer Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei nach der Bekanntgabe der Ausgabensenkung von Rio Tinto.

Noch ist die Branche gut beschäftigt. Im Durchschnitt reichen die Bestellungen bei den 130 deutschen Herstellern von Bergbaumaschinen nach Angaben des Branchenverbandes VDMA für sechs bis acht Monate. Großprojekte sichern manchmal die Beschäftigung bis zu zwei Jahre. Allerdings stellt sich die Branche nach den beiden vorangegangenen Rekordjahren für 2008 auf einen Umsatzrückgang von elf Prozent auf drei Mrd. Euro ein. Für 2009 erwartet Rainer Kahrger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Takraf, sogar einen Auftragsrückgang von 20 bis 30 Prozent.

Ein Sprecher von Thyssen-Krupp-Fördertechnik nennt zwei Fälle von verschobenen Projekten. In Indonesien sei ein Projekt für eine Anlage zur Kohleförderung im Volumen von 200 Mio. Euro um ein halbes Jahr gestreckt worden. Hier sei man mit dem Auftraggeber in der Endphase der Verhandlungen. In Australien sei ein Projekt im Volumen von 100 Mio. Euro ausgesetzt worden, für das Thyssen-Krupp bereits Vorleistungen erbracht habe.

Es seien aber noch keine Projekte gestrichen worden. "Weitere Probleme in anderen Bereichen deuten sich aber an," sagte der Sprecher. Bei Takraf sind Projekte in Kanada, Peru und Brasilien verschoben worden.

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