Rohstoffe
China investiert in australischen Kohlemarkt

Für eine Milliardensumme kauft ein chinesisches Minen-Unternehmen den Konkurrenten Gloucester Coal. Damit soll ein australischer Ableger der Chinesen geschaffen werden, die offenbar den größten Förderer schaffen wollen.
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HongkongChina kauft sich weiter in den australischen Rohstoffmarkt ein. Der chinesische Betreiber Yanzhou Coal Mining übernimmt Gloucester Coal für 2,2 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro), wie das australische Unternehmen am Freitag bekannt gab. Gloucester soll demnach Teil des Yanzhou-Ablegers Yancoal Australia werden. Yanzhou soll 77 Prozent des neuen Kohleunternehmens halten, Aktionäre von Gloucester den Rest.

Gloucester besitzt Kohleminen in den Bundesstaaten Queensland und New South Wales; Yancoal war im Jahr 2009 nach dem Kauf des australischen Kohleunternehmens Felix entstanden und besitzt ebenfalls Minen sowie Anteile an einem Verladeterminal für Kohle.

Die australischen Zeitungen hatten bereits im Vorfeld von dem geplanten Geschäft berichtet. China wolle mit der Fusion den größten unabhängigen Kohleförderer in Australien schaffen, hieß es. Die Aktionäre und die Behörden müssen allerdings noch zustimmen. Auch eine Prüfung der Bücher steht noch aus. Sollte die Fusion zustandekommen, soll der Mutterkonzern Yanzhou einen Anteil von 77 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen haben. Im Verwaltungsrat würden sechs von Yanzhou entsandte Manager sitzen. Fünf weitere Mitglieder sollen von Gloucester und Yanzhou gemeinsam benannt werden.

Die australische Kohleindustrie wird von den globalen Konzernen BHP Billiton, Rio Tinto und Xstrata dominiert. Neben China versucht auch Indien, kleinere Firmen aufzukaufen und sich so Zugang zu dem Energieträger zu verschaffen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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