Rohstoffe: Ölkonzerne kämpfen mit Raffineriegeschäft

Rohstoffe
Ölkonzerne kämpfen mit Raffineriegeschäft

Das Ölgeschäft hat an Glanz verloren: Zwar erwirtschaften die Ölmultis weiterhin Milliarden, aber die Weiterförderung des Rohöls ist längst nicht mehr so lukrativ – Exxon Mobil und Shell verbuchen Gewinneinbrüche.
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Irving/ LondonEin schwieriges Raffineriegeschäft schmälert die legendär hohen Gewinne der Ölmultis. Allerdings gehören die Firmen immer noch zu den am besten verdienenden überhaupt. Branchenprimus Exxon Mobil bekam im vergangenen Jahr unter dem Strich 32,6 Milliarden Dollar (rund 24 Mrd Euro) heraus - ein Rückgang von 27 Prozent.

Zu dem schlechteren Abschneiden trugen auch eine niedrigere Produktion und gestiegene Investitionen bei, wie das Unternehmen am Donnerstag am Sitz in Irving mitteilte. Erschwerend hinzu kamen deutlich geringere Erlöse aus Spartenverkäufen. Zu Exxon Mobil gehören auch die Esso-Tankstellen.

Experten hatten mit einem Ergebnis in dieser Größenordnung gerechnet. Schon seit einiger Zeit verdienen die Multis weniger Geld an der Weiterverarbeitung des geförderten Rohöls zu Kraftstoff. Hintergrund sind der starke Konkurrenzkampf und Überkapazitäten. Der Konzernumsatz schrumpfte um neun Prozent auf 438 Milliarden Dollar.

Dem britischen Rivalen Shell erging es ähnlich. Unter dem Strich verdiente der Konzern im vergangenen Jahr 16,4 Milliarden US-Dollar - ein Einbruch von 39 Prozent. Der Energieriese will nun Unternehmensteile verkaufen, um die Aktionäre zufriedenzustellen. Ein von Umweltschützern bekämpftes und rechtlich umstrittenes Fördervorhaben in Alaska werde vorläufig auf Eis gelegt, teilte Shell am Donnerstag mit.

Bereits am Tag zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, seine Beteiligung an einem Off-Shore-Projekt in Brasilien abzustoßen.

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