Rohstoffe sind knapp
Arcelor erhöht erneut die Stahpreise

Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor will im Sommer zum dritten Mal in diesem Jahr die Preise erhöhen. Konzernchef Guy Dolle begründete dies mit den stetig steigenden Rohstoffpreisen. Auch der deutsche Branchenprimus Thyssen-Krupp erwägt eine weitere Preisanhebung.

HB LUXEMBURG. Die Preiserhöhung zu Beginn des dritten Quartals werde deutlich höher ausfallen die beiden vorherigen, sagte Dolle am Donnerstagabend in Luxemburg. Grund seien die exorbitant hohen Rohstoffpreise, vor allem für Koks. „Die Tonne Koks kostet heute genauso viel wie früher die Tonne Warmbreitband (Walzstahl)“, sagte Dolle. Seit ein paar Monaten sehe sich Arcelor Beschaffungsschwierigkeiten ausgesetzt, wie es sie zuletzt in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegeben habe. „Es sind einfach nicht genügend Rohstoffe verfügbar, sagte Dolle.

Auch Thyssen-Krupp wird wegen der knappen und deshalb teuren Rohstoffe wahrscheinlich im dritten Quartal zum dritten Mal in diesem Jahr die Preise anheben. „Ein solcher Schritt zeichnet sich ab“, sagte ein Unternehmenssprecher in Duisburg.

Während Arcelor nach Angaben seines Finanzvorstands Michel Wurth bereits fünf Prozent seiner Kapazität mangels Rohstoffen wie Koks oder Schritt nicht nutzen kann, ist Thyssen-Krupp nach eigenen Angaben noch voll ausgelastet.

Ausgelöst habe die seit einigen Wochen Besorgnis erregende Rohstoffknappheit China. Der dortige boomende Markt sauge alle Ressourcen auf dem Weltmarkt auf. „Unsere Kunden sind bereit, nahezu jeden Preis zu zahlen“, sagte Dolle. Aber Arcelor könne nicht mehr Stahl kochen, weil man nicht mehr Rohstoffe bekomme. Schwierigkeiten bei der Durchsetzung der höheren Stahlpreise am Markt sieht er daher nicht.

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