
DüsseldorfDas graugrüne Seewasser brodelt. Langsam taucht eine riesige Baggerschaufel aus den weißen Strudeln auf. Dicke Stahlseile ziehen den mit 20 Tonnen Steinen, Schlick und Sand beladenen Greifer aus dem Kiessee. In dem ehemaligen Flusslauf des Rheins nördlich von Karlsruhe gräbt der Schweizer Baustoffkonzern Holcim nach Grundstoffen für die Zementherstellung.
In dem pfälzischen Ort Rheinzabern fördern die Schweizer 500.000 bis 600.000 Tonnen Kies und Sand im Jahr – aber nebenbei auch noch ein paar Kilogramm Gold. Der Baustoffkonzern ist damit Deutschlands einziger offizieller Goldproduzent. Mit anschaulichen Beispielen wie diesen Rheingold-Funden zeigt der Autor Christoph Seidler: Deutschland ist überraschend reich an Rohstoffen.
In seinem neuen Buch „Deutschlands verborgene Rohstoffe“ geht der „Spiegel-Online“-Journalist auf Heimat-Rundreise. Er besucht Orte, an denen überraschend Bodenschätze ruhen. Er erkundet alte Bergwerke im Erzgebirge und schippert zu Deutschlands einziger Ölbohrinsel Mittelplate im Nationalpark Schleswig-Holstein. Anschaulich zeigt der Autor dabei, dass Deutschland entgegen aller Schwarzmalerei und Unkenrufe durchaus noch über bemerkenswerte Rohstoffvorkommen verfügt.
Er fördert dabei mitunter erstaunliche und überraschende Projekte zutage die zeigen, dass der längst tot geglaubte Bergbau in Deutschland durchaus noch am Leben ist – und vielleicht noch eine glorreiche Zukunft vor sich hat. Gewiss, viele Vorkommen sind erschöpft. Die deutsche Ölförderung etwa spielt kaum noch eine nennenswerte Rolle. Die Gruben mit Erzen und Spat im Erzgebirge haben ihre Hochphase hinter sich. Viele Gruben sind längst ausgeschlachtet. Doch auch die zum Teil geringen verbliebenen Vorkommen können künftig wieder eine größere Rolle spielen.
Deutschland importierte im Jahr 2010 Grundgüter im Wert von 109,3 Milliarden Euro. Diese teilen sich auf die einzelnen Rohstoffe wie folgendermaßen auf:
Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)/Deutsche Rohstoffagentur (DERA)
Auf sogenannte Nichtmetalle entfallen 1,9 Prozent der Rohstoffimporte Deutschlands. Dazu zählen etwa Schwefel, Phosphor oder Edelgase sowie Sauerstoff und Stickstoff.
Eine relativ geringe Bedeutung bei den Rohstoffimporten nimmt Kohle ein. Auf den Rohstoff entfallen 4,3 Prozent der Einfuhren.
Stahlveredler wie Chrom, Cobalt, Mangan oder Molybdän und Wolfram machen 5,2 Prozent der deutschen Rohstoffimporte aus.
Eisen- und Stahlimporte erreichen einen Anteil von 5,9 Prozent der Einfuhren.
Immerhin den fünften Platz der wichtigsten Einfuhren nach Deutschland nehmen Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin ein. Diese werden nicht nur als Schmuck, sondern auch in der Elektroindustrie, der Medizintechnik oder der Autozuliefer-Branche benötigt. Der Anteil von Gold & Co. erreicht 8,5 Prozent der Einfuhren.
Immerhin 13 Prozent der Rohstoff-Einfuhren entfallen auf Energierohstoffe abseits von Öl, Gas oder Kohle. Dazu zählen etwa Kernbrennstoffe wie Uran oder Brennmaterialien für Erneuerbare Energien.
Auf dem dritten Platz der wichtigsten Grundgüterimporte rangieren Nichteisen-Metalle mit einem Anteil von 14,9 Prozent. Dazu zählen etwa Kupfer, Aluminium, Zink, Bronze oder Messing.
Der zweitwichtigste Rohstoff für Deutschland ist Erdgas mit einem Anteil von 21,6 Prozent.
Der wichtigste Rohstoff, den Deutschland importiert, ist Erdöl. Sein Anteil an den Grundgüter-Einfuhren beziffert sich auf 36,4 Prozent.
Um zu zeigen, warum die heimischen Vorkommen wieder an Bedeutung gewinnen, beginnt Seidler seine Reise außerhalb Deutschlands. Er fliegt nach Großbritannien und besucht die London Metals Exchange (LME). Der wichtigste Handelsplatz für Industriemetalle versteckt sich in einem grauen Altbau in der Leadenhall Street. Nach außen unscheinbar, regiert im Inneren die Hektik.
Das Herz der Börse ist eine mit rotem Leder bezogene, runde Sitzgruppe. In dem Kreis sitzend, rufen sich die Händler während der Handelssitzungen die Angebote zu – oder schließen per Handzeichen Deals ab. Drumherum gruppieren sich die Assistenten, jeweils zwei Telefonhörer an die Ohren gepresst. Den Rohstoff-Handel wickeln hier noch über Menschen ab, nicht über Computer. Das einzige Zugeständnis an die Moderne sind Anzeigetafeln mit den aktuellen Kursen an den Wänden des Handelssaals.

nach statistischen Angaben hat die Deutsche Bundesbank 3,406 tonnen Gold. Fast 90% davon sind in New York bei der privaten Zentralbank die US Federal Reserve Bank eingelagert.
Als einzige Industienation der westlichen Welt, hat Deutschland seine Goldreserven im Ausland eingelagert. Nach dem heutigen Goldpreis waeren es ca 172 milliarden Dollar die bei der US Zentralbank eingelagert sind.
Nicht ein deutscher Politiker konnte bisher eine klare und logische Begruendung der Einlagerung deutscher Goldreserven bei der US Fed begruenden.
In New York koennen die Deutschen ihren heimlichen Reichtum finden. Aber garantiert, dieses Gold wird nie und nimmer auf deutschen Boden eingelagert oder unter deutscher Kontrolle gebracht.

Aber ich bin doch sehr froh, bald mit Zar Peter dem Großen verhandeln - einen DEAL machen - zu dürfen daß dann die Chinesen auch zu einem Großeuropa napoleonischem Zuschnittes gehören. Und für eine wiedereinlgiederug der deustch-afrikanischen Kolonien. ;o)

habt ihr das auch geseehen ? Helmut Schmidt und Pear Steinbrück
es hätte vollokommen gereicht die Osteuropäer nur in die NATO aufzunehmen als psychologische Stärkung ... man hätte sie nicht auch noch in die EU aufnehmen müssen ;o)
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Ist Putin mit RUssaland in EU und Nato eigetreten?
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