Rohstoffkonzerne
Rio Tinto bekommt Absage

Es sind schwierige Zeiten für Rio Tinto: Den australisch-britischen Minenkonzern belasten nicht nur hohe Schulden, sondern auch der Verfall bei den Preisen für Rohstoffe. Dazu kommen immer mehr Probleme im eigenen Haus: Der vakante Posten des Verwaltungsratspräsidenten ist nicht gerade beliebt.

HB MELBOURNE. Der Tata-Steel-Manager Jim Leng will nicht wie vorgesehen neuer Verwaltungsratspräsident von Rio Tinto werden. Dies teilte Rio Tinto am Montag in Melbourne ohne Nennung von Gründen mit. Leng wurde erst vor drei Wochen als Nachfolger von Paul Skinner ernannt. Skinner wollte von seinem Amt früher als geplant zurücktreten. Nun werde er bis Mitte des laufenden Geschäftsjahres bleiben, damit Rio Tinto genügend Zeit habe, um einen geeigneten Nachfolger zu finden, hieß es.

Fondsmanager und Analysten sehen den Rückzug Lengs im Zusammenhang mit dem schleppenden Verkauf von Unternehmensteilen, einer Kapitalerhöhung sowie der hohen Verschuldung wegen des Alcan-Kaufs im Jahr 2007. Zudem habe es Differenzen zwischen dem Tata-Steel-Manager und Rio Tinto bezüglich eines Engagements des staatlich chinesischen Aluminiumkonzerns Chinalco gegeben, hieß es.

Einem chinesischen Pressebericht zufolge wird Chinalco noch in dieser Woche für mehrere Mrd. Dollar Firmenteile von Rio Tinto übernehmen. Zudem würden die Chinesen in eine Wandelanleihe investieren.

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